Samstag, 23. September 2017

Ansichtssache

 Es ist für mich megaspannend, wie unterschiedlich TeilnehmerInnen auf das selbe oder im Prinzip gleiche Seminar reagieren.
    Sehr schade ist "Naja, es gab kein Skript und auch keine Anleitung, wie man das machen soll. 😑 " Sehr erfreulich hingegen - und auch für die Teilnehmerin wesentlich ergiebiger - ist folgende Variante (Die Emojis aus dem Original zerstören das Layout, aber ich finde sie wichtig!):
 
"Huhuuuu, ein kurzer Bericht vom Fühlen, Denken und Aha-Effekten als Nachwirkung des Seminars.. 😉
Ich habe seit dem Seminar hinter der Elbe den Arabären nun ein paar mal zentrifugiert und erstmal festgestellt, dass es - zumindest für mich - verdammt schwer ist, meine Bewegungsideen mit Bildern zu vermitteln... aber was irgendwie anzukommen scheint, sind Gefühle von Bewegungen 🙂 nun hab ich zwar im letzten halben Jahr viel meine Tentakel beim irgendwelche-Dinge-Tun beobachtet, aber ein Gefühl, naja, DARAUF hab ich nu irgendwie nicht geachtet... Nach dem Seminar hatte ich alle Fälle das Gefühl vom VH-HH-Spiel und von der Kraft-Umlenkungs-Idee.. Glücklicherweise steht der Ponymann in einem Stall, der zwei km von meiner Höhle entfernt ist.. eine nette Entfernung, die man auch ein paarmal pro Woche zu Fuß zurücklegen kann... und da die Strecke ein bisschen durch die Prärie geht, kann man da auch schön diverse Bewegungen probieren und fühlen.. 😉 ich hab auch mit der tensegralen Idee öfter mal die Geschwindigkeit erhöht, und wow, wenn alles stimmt, gibt das nen richtigen Flow! 😀 Ich hab immer diverse Jogger "bei der Arbeit" beobachtet... eigentlich mag ich Bewegung, aber ich hab gedacht, wenn das sooo aussieht... echt eilweise schlimm, was man da zu sehen bekommt, da tun einem die Gelenke schon vom Zugucken weh! 😮
mit diesem Flow-Gefühl konnte der Arabär am anderen Ende der Longe offensichtlich was anfangen! 😀 Während am Anfang immer das LSG auf ist und der Rumpf in den Seilen hängt, sieht grade das LSG nach dem Bewegungsspiel anders aus! 😀 und überhaupt sah er beim Traben nicht mehr wie ein überbauter Trinker der Lüfte, sondern wie ein Reitpferd aus!
Und dann noch die Stallarbeit, in die man tensegrale Ideen und die Grundidee vom Kung Fu ausprobieren kann... ich habe nach dieser Woche eine tolle Technik entwickelt, die Haufen, die man im Apple Boy einsammelt, schwungvoll über den Zaun zu schmeißen, ohne, dass einem nach ein paar Haufen die Arme abfallen und der Ellenbogen überlastet wird... sieht so ähnlich aus wie ein Diskuswurf (mit ner Spiraldrehung) 😀 irre, wie weit der Pferdemist dabei fliegt.. und auch da gibts ein bestimmtes Gefühl für den "Wurf".. linksrum klappt das natürlich viel besser als rechts rum. aber selbst das ist interessant, weil ich bei mir selber beobachten kann, dass es nicht so sehr weiterhilft, wenn ich mir überlege, den Arm lieber so zu halten und das Bein lieber so zu drehen, sondern es viel mehr bringt, wenn ich versuche, das Gefühl von der Linksdrehung auf die Rechtsdrehung zu übertragen..
und ich habe festgestellt, dass man nix versuchen braucht, wenn die "Vorspannung" nicht stimmt... hatte ich grade heute... zuviel abgeäppelt und gerannt... 😉 der Jogging-Versuch auf dem Nachhauseweg war für diese Erkenntis gut, mehr aber auch nicht 🙂
und diese Anspannungssache beim Kung Fu, die mir so unsympatisch war: ist das nicht auch einfach eine erhöhte Vorspannung? Quasi die Nylonschnüre statt der Gummibänder? und für die schwerere Stallarbeit sind der stabile Rumpf und die teilweise stabilisierten Gelenke auch noch mal ein Aha-Effekt gewesen.. pfeif 😉
was auf alle Fälle der Hammer ist, wie sich immer mehr ein Gesamtbild ergibt, jeden Tag ein paar Puzzleteile... die meisten sind an sich nicht neu, aber werden mit Leben und eigenen Erfahrungen gefüllt 🙂 Ich hab die letzten Wochen öfter gedacht, ach guck hat Maren auch erzählt... soviel dazu... 😉 und manchmal dreht man ein Puzzleteil nach ein paar Tagen noch mal um..

oje, soviel zum "kurzen" Bericht.. die ganze Sache macht eben echt Spaß 😉
vorhin hab ich noch drauf rumgedacht, dass man zur Fortbewegung ja immer Druck oder Zug gegen seine Umgebung ausüben muss, sonst kommt man nicht vom Fleck.. nun geistert mir (keine Ahnung, wo ich das gehört/ gelesen hab) im Kopf rum, dass man eine Bewegung aus der Körpermitte beginnen soll.. macht das im Hinblick auf Fortbewegung Sinn? Ähm, nu iss aber gut 🙂
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünsch ich dir!"
 😇
 
Da freu ich mich doch schon auf das nächste Seminar!  😊
 
 

1 Kommentar:

Monika Lanz hat gesagt…

Herrlich zu lesen... :-))