Mittwoch, 23. Dezember 2015

Weihnachtsgrüße

 


Euch allen wünsche ich besinnliche Feiertage,
eine schöne Zeit zwischen den Jahren
und
einen guten Start für 2016
 
 
 
Foto: (c) fotolia-makieni

Mittwoch, 16. Dezember 2015

 


 
Für die Jahresfrühaufsteher das erste Seminar des Jahres 2016,
für die, die zu Weihnachten noch einen Wunsch frei haben
und natürlich auch für alle anderen.
 
 
Auf dem Foto (von Sara Martischius):
Biomechanik? Mir doch egal.
Oder auch:
Faszienzugbahnen fantasievoll verknüpft.
Oder:
Ist das jetzt tensegrales Bewegen?
 
06..-07.Februar 2016  am Triglishof, Siegelbach 49 in 99310 Arnstadt. 200€ plus 20€ Anlagen- und Kaffeepauschale. Anmeldung bei marendiehl(a)aol.com bis 15.Januar 2016.

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Samstag, 28. November 2015

Endspurt

 
für Spirit Horse Society und Percy Whiteplumes Pferde.
Ja, ich weiß, es gibt so vieles, wofür man spenden könnte.
Für die Pferdemenschen unter euch: Dort leben die Pferde nahezu frei und schließen sich dennoch den Menschen an. Und sie sehen wirklich gut aus, auch ohne den Pflegeaufwand, der hierzulande betrieben werden muss.
 
 

 
 
 
 

Montag, 2. November 2015

Horse Spirit Society

 

https://www.gofundme.com/kk7vms84




Dieses Lebensprojekt in South Dakota im Pine Ridge Reservat ist eine Spende wert. Es geht nicht nur darum, die Pacht für die Pferde aufzubringen, sondern vor allem darum, die Arbeit von Percy White Plume zu fördern. Mit den Pferden bringt er Jugendliche aus den Reservaten zu sich selbst und gibt ihnen ihren Stolz zurück. Ich war im letzten Jahr dort und weiß, dass die Pferde es dort sehr gut haben und dieses Leben einem freien, selbstbestimmten Pferdeleben in Verbindung mit ihren Menschen sehr, sehr nahe kommt. Percy ist ein Bewahrer der Pferdenation, wie die Lakota sich selbst bezeichnen und damit auch Hüter des Kulturerbes der Lakota.

Mit ihrer Arbeit erhalten Percy und seine Familie nicht nur ihre Kultur, sie bewahren auch das Land in seiner Ursprünglichkeit und geben uns die Möglichkeit, diesen Spirit zu erleben. Das Bild rechts stammt vom letzten Jahr und wurde in den Badlands aufgenommen.

Zuya White Plume sagte über dieses Pferd: "Er würde für dich sterben - alle unsere Pferde würden das." Und sie würden das aus freiem Willen tun und nicht, weil sie zu irgendetwas gezwungen werden.



Wer also ein paar Euro übrig hat, möge Spenden.

Wer spenden möchte, aber keine Kreditkarte hat, kann das über mich machen. Ich leite das Geld unter dem Namen des Spenders (ist dann unter dem oben angegebenen Link zu finden) weiter. Bankdaten per Mail.


Mittwoch, 7. Oktober 2015

Selbstbetrug

Leichtigkeit der Hilfen. Oh, ja, sehr erstrebenswert. Die Frage ist nur, an welchem Ende des Zügels oder der Longe diese "Leichtigkeit" wahrnehmbar ist. Ich zeige hier mal ein paar Bildzitate aus einem Post zu einem Reitkunst-Lehrgang. Zur Information: An der Stelle, an der diese Zäumungen - teilweise sogar mit Hebelmöglichkeit - sitzen, erfüllen sie alle Kriterien des Tatbestandes der Tierquälerei. Die Kappzäume liegen größtenteils fast oder sogar völlig auf dem Nüsternrand auf empfindlichem Knorpel- und Weichgewebe  und die Pferde werden massiv in ihrer Atmung behindert (auch bei loser Verschnallung). Ich möchte denen, die so arbeiten gerne mal in aller Freundschaft den Finger gegen die Nasenspitze drücken... und erwarte Begeisterung.

Die Bilder habe ich auf Wunsch der Rechteinhaber entfernt, sie sind aber sicher noch irgendwo auf Facebook zu finden. ;)
Ich hätte auch einfach den Originalpost teilen und verreißen können. Das wäre persönlich und unangebracht gewesen. Mir geht es primär um die Art der Verschnallung von Kappzäumen, die sehr, sehr häufig anzutreffen ist und die schon von vielen als normal betrachtet wird. Es ist völlig unerheblich, von welchem Lehrgang bei welchem Ausbilder die Bilder gemacht wurden.


Natürlich kann man so auch den büffeligsten Zossen dazu überreden, brav mitzumachen. Aber wo ist da die Kunst, wo ist da das Einvernehmen? Wenn das Pferd nur unter massiver Schmerzandrohung tut, was ich möchte bzw. "in der gewünschten Feinheit reagiert", was sagt mir das über das Ausbildungssystem?

Ein Pferd, das gehorcht, um Schmerz zu vermeiden ist in meinen Augen weder gut ausgebildet noch gymnastiziert noch in der Lage einen Reiter zu tragen.

An diese Stelle auf der Pferdenase gehört kein Kappzaum, egal, zu welchem Zweck! Wenn man nur so das Gewünschte erreichen kann, muss man meiner Meinung nach zurück ins Labor.

Dienstag, 29. September 2015

Bergaufgalopp

Posts ziehen Posts nach sich. Der letzte hat Fragen aufgeworfen, die ich versuche, zu beantworten.

Bergaufgalopp ist einer der vielen Begriffe, die man sehr unterschiedlich definieren kann. Aus Unterhaltungen mit mehreren ReiterInnen schließe ich, dass Bergaufgalopp meistens mit versammeltem Galopp gleichgesetzt wird, ein Vergleich, der meines Erachtens nicht stimmig ist. Bergaufgalopp bedeutet für mich die Balance zwischen Schubkraft und Tragkraft in der Form, dass die Aktivität der Rumpfheber und der Schwung nach oben, den diese dem Rumpf (unabhängig von seiner Form) geben, der Schubkraft der Hinterhand angemessen ist. Bergaufgalopp bedeutet, dass Vor- und Hinterhand sich gegenseitig optimal trainieren.
 
Versammelten Galopp sieht man häufig in der Form, dass die Hinterhand weit unterschiebt und nur noch trippelt, ohne Schub in die Körpermasse zu richten, während die Vorderbeine ziehen müssen. Durch das Absenken der Hinterhand, meistens durch Abkippen des Beckens im Lumbosakralgelenk erzeugt, wirkt die Vorhand größer, vor allem, wenn der Pferdehals aufgerichtet ist. Dann hat die Wirbelsäule des Pferdes zwar eine Bergauftendenz, aber einen Berg kann man so nicht hochgaloppieren.
 
Ein Pferd mit echtem Bergaufgalopp zeigt diesen in allen ihm möglichen Tempi, unabhängig vom Grad der Versammlung. Versammelt sich ein solches Pferd dann unter Beibehaltung der Arbeitsteilung zwischen den Funktionalen Einheiten, sieht man einen schwungvollen Bergaufgalopp, aus dem heraus jederzeit ein Zulegen möglich ist.
Galoppbilder sind häufig sehr schwer zu beurteilen, weil man in der Phase der Einbeinstütze hinten nicht erkenen kann, was als nächstes passiert.
 
Im vorgetäuschten Bergaufgalopp bleibt das Lumbosakralgelenk, das sich in der Hangbeinphase des Galopps naturgemäß öffnet, auch während der zweiten Hälfte der Stützbeinphase offen, weshalb keine echte Schubkraft und daher auch kein „bergauf“ entstehen kann. Im echten Bergaufgalopp schließt sich das LSG während der ersten Hälfte der Stützbeinphase. Welche Variante man vor sich hat, kann man aber bei einem Foto, das die Einbeinstütze hinten zeigt, nur vermuten. Manche Pferde sehen so aus, als könnten sie einen Berg hinauf galoppieren, andere als würden sie rückwärts wieder runterkullern.
 
Im Galopp zeigt sich die jeweilige Vorstellung von Versammlung besonders deutlich. Für mich bedeutet Versammlung, dass das das Pferd seine volle Kraft jederzeit zur Verfügung hat und sie der jeweiligen Situation entsprechend angemessen einsetzt. Das würde bedeuten, dass das Pferd auf dem Bild oben in der Lage wäre, sich in einen weiter werdenden Rahmen (mit Hilfe seiner Schubkraft) hineinzudehnen und gleichzeitig mit Nase und Vorderbeinen nach vorne (nicht nach unten) herauszuziehen. Falls sich plötzlich im Hallenboden ein Graben auftut. Mechanische Kontrolle nicht vorhandener Kraft und fehlenden Schwungs ist in meinen Augen keine Versammlung. Ist aber einfacher zu erreichen. Kommt drauf an, was man möchte...
 

Montag, 28. September 2015

Das ist NICHT normal!

So, jetzt muss das mal sein. Der Rundumschlag. Ich tippe mir die Finger wund, weil ich ständig von auf der Suche befindlichen ReiterInnen gefragt werde, was ich von XY, ZG, QX und sonstwem halte. Die Antwort lautet in den meisten Fällen: Abstand. Es macht aber keinen Spaß, immer dasselbe zu erklären. Daher in diesem Post mal alles auf einen Sitz.

Es gibt so vieles, was in den Hirnen der Menschen als normal abgespeichert ist und deshalb nur ungern infrage gestellt wird. Vor allem, wenn es auf den Fotos und in den Videos der Vorbilder genau so dargestellt wird.

Hier also die Liste dessen, was NICHT NORMAL ist:

Einbeinstütze im Trab vorne. <> Dreibeinstütze im "versammelten" Trab. <> Ein unter Last im Lumbosakralgelenk abgekipptes Becken. <> Zehenfußung. <> Nase hinter der Senkrechten. <> Hängerücken. <> Ziehende Vorderbeine. <> Falscher Knick. <> Loser Hals. <> Atrophierte Rückenmuskulatur. <> In den Boden drehende Hufe. <> Gefletschte Zähne. <> "Hankenbeugung" mit gestreckt unter den Schwerpunkt geschobenen Hinterbeinen. <> Deutlich sichtbare Dampfrinne. <> Harte Muskelstränge. <> Vierbeinstütze im Schritt oder gar im Trab. <> Sonstige Taktfehler jeder Art. <> Strotzende Kandaren <> Um nur einige Bilder aufzuzeigen.
 
"Kühner als das Unbekannte zu erforschen ist es, das Bekannte in Frage zu stellen."
(Caspar, zitiert in einem Vortrag von Vera F. Birkenbihl)

Ich stelle in Frage, dass das alles normal ist. Warum und wie sonst habe ich in Posts, meinem Buch und in Seminaren erschöpfend begründet. Es macht sich gerade eine gewisse Lustlosigkeit breit, mich zu rechtfertigen und deshalb empfehle ich,  die offiziellen Lehrvideos der verschiedenen Herrschaften und Reitweisen genauer zu betrachten - von den meisten gibt es Videos auf Youtube, man muss also nicht alle kaufen -, vorzugsweise in Slowmotion. Standbilder von Piaffen, "versammeltem" Trab, Trab"verstärkungen", was auch immer. Und einfach mal selbst auf die oben genannten Punkte achten. Herausfinden, was zum Teufel Stützbeinphasen sind und wie das mit dem räumlichen und zeitlichen Gleichmaß zu verstehen ist. Um Grausliches zu finden, bedarf es keiner heimlich gefilmten Trainingsszenen. Das wird als normal und erstrebenswert von den Betroffenen selbst veröffentlicht.

Die Frage, wie es denn sein sollte, ist relativ leicht zu beantworten: Nicht in den Extremen liegt die Funktionalität versteckt, die das Pferd benötigt, um einen Reiter zu tragen, sondern in der Mitte. Ganz unspektakulär, zur Profilschärfung völlig unbrauchbar.

Die Fragen sollten dann nicht an mich gestellt werden, sondern an die, deren Bilder und Videos ihr betrachten und verstehen wollt. Die Frage lautet: Soll das (beliebige Punkte aus der Liste einfügen) so sein?

Es kann nicht jeder ein Meister sein, aber jeder Einzelne kann sich bewusst entscheiden, wem er folgt und warum. Das gilt nicht nur für die Reiterwelt.

Was ich auf keinen Fall möchte ist, dass ausgerechnet die, die sich ohnehin schon endlos viel Mühe geben, alles gut und richtig zu machen, Videos ihrer eigenen Pferde nach den genannten Gesichtspunkten zerlegen. Es geht um die Bilder, die angeblich erstrebenswerte Haltungen und Bewegungen zeigen und nicht um das, was mal nicht geklappt hat. Letzteres gestehe ich auch jedem Meister zu. Die Vorbilder aber, die sollte man sich sehr genau betrachten!

Die Bilder unten zeigen das Lumbosakralgelenk. Das hat der Mensch nicht. Aber da muss die Kraft des Pferdes durch, wenn es Tragkraft entwickeln soll. Und dazu gehört es in eine neutrale Position wie auf dem linken Bild.

















Das Pferd kann - im Gegensatz zum Menschen - problemlos gleichzeitig das Becken abkippen und ein Hohlkreuz machen. Wenn man solche Pferde mit einer kleinen Manipulation dazu veranlasst, das LSG wieder zu schließen (Bild links), ist plötzlich auch das Hohlkreuz weg. Darüber solltet ihr nachdenken, bevor ihr mit meinem Lieblingssatz zum Thema Beckenabkippen kommt: "Ja, aber Hohlkreuz ist doch auch nicht richtig!"

Dienstag, 25. August 2015

Feedback zum Seminar in Bad Bellingen

Bevor ich die lange Mail von Susanne (mit ihrem Einverständnis) veröffentliche, möchte ich mich auf diesem Weg nochmal bei unserer Gastgeberin und den Hofbesitzern bedanken. Ein schönes Wochenende in wunderbarer Umgebung!
 
Guten Morgen liebe Maren
 
Hoffentlich bist Du nach dem wunderbaren Kurs gut nach Hause gekommen. Wir Schweizer tun uns ja immer ein bisschen schwer damit, uns die grossen Distanzen vorzustellen, die das weitläufige Deutschland für Euch so mit sich bringt .
 
Langsam sinkt das am Wochenende Erfahrene in tiefere Schichten, und es ist nicht mehr so kopflastig in mir. Ich bin Dir so dankbar für die vielen wertvollen Einsichten, die sich mir in unserer wertfreien und ermutigenden Atmosphäre eröffnet haben! Erstmals habe ich völlig klar und doch ganz ohne "mich-schlecht-machen" gespürt, dass ich mehr Stabilität, sowohl körperlich wie geistig, brauche - für mich, aber vor allem auch für mein Pferd. Das ist schwierig zu artikulieren, den Wert allein dieser Erkenntnis für meine weitere Entwicklung zu transportieren. Für mich jedenfalls erklärt sie vieles und ermöglicht mir hoffentlich, bisherige Muster zu durchbrechen, einfach weil ich jetzt zumindest weiss, dass ein stabiles, ruhiges Zentrum der Anfang jeder Lösung ist. Das zu üben macht mir jetzt schon Spass!
 
Im Umgang mit meinem Pferd Nono hat sich schon gestern Abend eine gegen aussen vollkommen unmerkliche, nach innen aber als Landung auf einem andern Stern gefühlte Veränderung ergeben: Es regnete heftig und laut, in der Halle hallte es wider, und draussen manifestierte sich die Unruhe des Wetters in allem was war. Für Nono sind solche Situationen kaum auszuhalten, so viele Reize, so viele nicht verifizierbare, diffuse Schrecklichkeiten. Bisher war es auch für mich sehr schwierig bis unmöglich, dann bei mir zu bleiben. Auch ich mag diese Unruhen nicht, und ich pflegte mit Nono mitzufühlen. So steigerten wir uns jeweils noch weiter ins Chaos, ich wurde stinkig, weil das Pferd nur wie ein aufgeschrecktes Rehlein herumhüpfte und -hetzte und unter meiner Unzufriedenheit immer mehr den Kontakt zu sich selber verlor. GESTERN aber betrachtete ich es ganz selbstverständlich als Übung, die ganze Unruhe auszuhalten, sie in ihre Einzelteile zu zerlegen und auf der "to do-Liste" ein Einzelteil nach dem andern abzustreichen. Ich übte, Kontakt zu Nono zu halten, ohne in seine Emotionen zu gehen. Oder in meine. Aber da waren ja gar keine mehr in mir! Da war nur noch dieses Üben! Und die Lust daran, FREUDE!
 
Nono tat sich noch etwas schwerer mit dieser Übung, aber er konnte sich doch zwischendurch in meine Hand geben. So konnte ich in einem guten Moment von recht deutlicher Stabilität aufhören. Und ich fühlte nur Freude in mir und konnte ihn von Herzen loben. So kamen wir beide strahlend aus dieser Übungs-Einheit heraus, die zwar kein physisch wertvolles Training war, aber doch so eminent wertvoll.
 
Dieser Unterschied zwischen Trainieren und Üben ist mir dank Dir klar! So kann ich jetzt ohne Druck positiv auch in Situationen hineingehen, die aus Nonos und/oder meinen Unzulänglichkeiten heraus kein Trainieren der Physis erlauben. Zumindest traue ich mich, das nach und nach zu üben. Was für ein Erlebnis!
 
Ich danke Dir für diesen wirklichen Respekt, den Du uns allen entgegengebracht hast: Wohl ahnte ich Deine Grösse und Dein Wissen, fühlte mich aber nie erdrückt oder klein daneben, sondern nur ermutigt, selbst zu wachsen und zu lernen.
 
Alles Gute und Liebe - bis wir uns wiedersehen und länger
Susanne Wild
 
 Für mich ist immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich meine Seminare wahrgenommen werden - eine andere Teilnehmerin sah am Samstag "nur zwei Pferde, die auf der Vorhand liefen". Die gab es, ja, und auch nicht verwunderlich, vor allem bei dem etwa zwanzigjährigen Isländer, der sonst nur im Gelände geritten wird. Und dennoch hat dieses Pferd bis zum Sonntagnachmittag eine schöne Entwicklung gezeigt. Für die, die das sehen konnten. Auch der Quarter hat mitgearbeitet und sich verändert, auch wenn wir es nicht ganz geschafft haben, ihn in vollendeter Piaffe vorzuführen.  *Ironie aus*
 
Danke auch an die TeilnehmerInnen, die sich begeistert in den Partnerübungen gegenseitig trainiert haben, hoch konzentriert und mit immer neuen Erkenntnissen über sich selbst. Es sah so aus, als sei die Idee des tensegralen Fühlens angekommen.
 
 

Freitag, 21. August 2015

19.-20.9.2015 Tragkraftentwicklung im Raum der Möglichkeiten


Die optimale Form des Pferdes ergibt sich aus der optimalen
Erfüllung seiner Aufgabe als Reitpferd im Rahmen seiner physischen und psychischen Möglichkeiten.

Diese Form muss also etwas absolut Individuelles sein - und ein Ergebnis der individuellen Problemlösung des Pferdes. Unsere Aufgabe ist es, dem Pferd behilflich zu sein, die Losgelassenheit, Balance, Geschicklichkeit und Kraft zu entwickeln, die es ihm ermöglichen, uns durch die Aufgaben des Lebens zu tragen. Um unsere Aufgabe zu erfüllen, brauchen wir zum einen Zeit und zum anderen eine möglichst genaue Vorstellung davon, wie ein Pferd biomechanisch und psychisch funktioniert. Desgleichen benötigen wir Zeit, um ein angemessenes Körpergefühl und motorische Kontrolle zu entwickeln, damit wir unserem perfekten Pferd gerecht werden.   ;))

In diesem Seminar werden die Grundlagen für die Arbeit im „Raum der Möglichkeiten“ (der Arbeit an der Kappzaumlonge in Anlehnung, aber ohne Formvorgabe) vermittelt. Faszienfunktion, Biotensegrity als „neue Biomechanik“ und Tragkraftentwicklung aus der Sicht des Pferdes gehören zu den Themen des Seminars und die anwesenden Pferde werden die Theorie zum Leben erwecken.
 
19.-20.9.2015 Weidenhof in 52477 Alsdorf, Schleibacher Weg 86, 230€ incl. Anlagennutzung. 20%Zuschuss vom VFD und Anerkennung als Trainerfortbildung möglich. Anmeldung per Email an marendiehl@aol.com.

Foto: Rita Kachmarjova, Fotolia
 

Freitag, 14. August 2015

NEU: Biotensegrity - die neue Biomechanik

Über mehr als drei Jahrhunderte - seit Giovanni Borelli im 17.Jahrhundert die menschliche Anatomie nach newtonschen Gesetzen darstellte - hat das inzwischen sehr fragwürdige System der orthodoxen Biomechanik die Sichtweise und damit auch das Denken und die Wahrnehmung all derer bestimmt, die sich mit lebenden Körpern in Bewegung befassen.

Wenn man die newtonschen Gesetze zur Berechnung dessen, was ist, anwendet, zeigen die Ergebnisse, dass Hummeln nicht fliegen und Pferde keinen Reiter tragen können, dass es die Dinosaurier nicht gegeben haben kann. Biotensegrity ist eine Wissenschaft, die genau die Widersprüche auflösen kann, die sich bei genauerer Betrachtung der Biomechanik ergeben. Biotensegrity ist eine Funktions- und Konstruktionsweise und bietet einen neuen, tensegralen Zugang zur Bewegungswahrnehmung.

Das hört sich alles sehr kompliziert an (und ist auch kompliziert, wenn man rein intellektuell an das Thema herangeht). In meinem Seminar lasse ich euch tensegrale Strukturen sehen, fühlen und bauen, von den einfachsten Formen bis zu Modellen beispielsweise eines Ellbogens. Dadurch ergibt sich ein leichter Zugang zu tensegralem Denken und tensegralem Verständnis von Bewegung. Dazu gibt es verschiedene Partnerübungen für die Schulung tensegraler Wahrnehmung und tensegralen Bewegens.

Biotensegrity ist keine Behandlungsmethode, auch wenn es bereits so benannte Behandlungsweisen gibt. Andererseits werden Osteopathen vieles wiederfinden, was sie ohnehin so wahrnehmen, aber bislang vielleicht nicht erklären konnten. In meiner "Biomechanik aus der Sicht des Pferdes" habe ich bereits viele Aspekte "tensegral" betrachtet und beschrieben, ohne mir zum damaligen Zeitpunkt darüber im Klaren zu sein, dass es so etwas wie Biotensegrity gibt...

Dieses Seminar ist sowohl für BehandlerInnen geeignet als auch für alle ReiterInnen,  Bewegungsfreaks, KampfkünstlerInnen und - BastlerInnen.

Am Modenbacher Hof, gelegen in wunderbarer Landschaft und dennoch gut zu erreichen, stehen die Vereinspferde des Vereins "Tiere erleben e.V." für Longenarbeit zur Verfügung. Am Abend des ersten Seminartages gibt es Flammkuchen zum selbstbelegen, je nach Witterung draußen am Flammkuchenofen oder in der großen Küche des Gutshauses.

14.-15.11.2015 am Modenbacher Hof, 76735 Burrweiler. 160€ plus 10€ für Mittagessen (vegetarisch oder vegan), Kaffee und Tee  - und ggf. den Kachelofen.  ÜVP am Hof im EZ: 45€/Übernachtung. Anmeldung per E-Mail an marendiehl(at)aol.com.

Dienstag, 11. August 2015

Das schöne Ergebnis jahrelanger gemeinsamer Arbeit. Ich erinnere mich, dass wir ganz am Anfang (da war die junge Frau noch nicht schulpflichtig)wochenlang anhalten geübt haben - um ein Gefühl von Handlungsfähigkeit zu erwirken, das dann die Basis aller weiteren Lernschritte wurde.
 
Es freut mich immer, wenn ich die neuesten, gut durchdachten  Lösungen für neue Probleme erzählt bekomme, denn Problemlösungskompetenz haben wir ebenfalls erarbeitet.
 
 
Danke!

Freitag, 31. Juli 2015

"Lebendige Biomechanik aus der Sicht des Pferdes"

http://naturalhorse.de/lebendige-biomechanik-aus-der-sicht-des-pferdes.htmlIn den nächsten Tagen erscheint die neue Ausgabe von Natural Horse, unter anderem mit einem Artikel aus meiner Feder - mit Bildern vom schwarzen Noriker.

Susanne Retsch-Amschler hat nach meinen Vorlagen sehr schöne Illustrationen zum Text geschaffen. Vielen Dank dafür!

Ebenfalls ein dickes Dankeschön an Martina Kiss, die Chefredakteurin, die allen Änderungswünschen meinerseits immer zugänglich war.





Donnerstag, 30. Juli 2015

Horse & Spirit Festival

Am 15.-16.August findet in Heimsheim das dritte Horse & Spirit Festival statt. In diesem Jahr bin ich wieder an beiden Tagen dabei, nachdem ich letztes Jahr nur "vorbeigeflogen" bin auf dem Weg in die USA. Das Festival ist für mich inzwischen fast der Gegenpol zu Sylvester, eine Gelegenheit, zu rekapitulieren, was sich im zurückliegenden Jahr ereignet und verändert hat - und das ist einiges!
 
Ich freue mich jedenfalls schon darauf, die Menschen, die ich dort getroffen habe, wiederzusehen, denn erfahrungsgemäß gibt es immer viel Neues zu erzählen.

 Auf dem Horse and Spirit Festival ermögliche ich euch Einblicke in meine Seminarthemen „Lebendige Biomechanik und Faszienfunktion“, „Biomechanik aus der Sicht des Pferdes“ sowie „Faszientraining ist Einstellungssache“ und, in diesem Jahr neu im Programm, „Biotensegrity – der innere Raum der Möglichkeiten“.

Auf Ulrikes Wunsch werde ich auch Reitunterricht geben, bei dem – nach Absprache mit den ReiterInnen – die Themen „Form und Funktion“ und „Der Raum der Möglichkeiten“ im Vordergrund stehen. Dazu kommt ein kleiner Workshop ohne Pferde zum Thema Biotensegrity: Was ist das, wie geht das, was mache ich damit und wie verändern sich meine Vorstellungen?
 
Das Anmeldeformular für die Veranstaltung findet ihr ganz unten auf der HP des Festivals.


Donnerstag, 16. Juli 2015

Motivation und Inspiration

Manchmal liefert das Leben wirklich didaktisch sehr gut ausgearbeitete Vorlagen für Erkenntnisprozesse. Bei mir gehört dazu meistens eine bestimmte Erfahrung, zu der eine fachliche Information aus einem beliebigen Gebiet der Wissenschaft zeitnah nachgereicht wird und die mir hilft, das Erfahrene in größere Zusammenhänge zu bringen. So geschehen in den letzten paar Tagen.

„(…) andere „zu motivieren“ ist hirntechnischer Unsinn, führt nicht in die Selbstverantwortung und Selbstgestaltung, sondern erzeugt bestenfalls Dressur- und Abrichtungsleistungen.“

Dies ist eine Aussage, die bei mir keinen Widerstand hervorgerufen hat (was ich für ein gutes Zeichen halte), denn hier hat der Gehirnforscher Gerald Hüther (Was wir sind und was wir sein könnten, S.Fischer Verlag 2013) von mir bereits Erfahrenes in Worte gefasst und es mir dadurch bewusst gemacht. Allerdings stellt die konkrete Umsetzung immer wieder hohe Anforderungen an meine innere Beobachterin, genau zu merken, an welchem Punkt ich mich in den Teufelskreis der Motivationstechniken begebe – und wenn es sich nur darum handelt, dass ich dem Pferd etwas von meiner Energie leihe.

Zielführender ist stattdessen „ (…) Ermutigung und Inspiration zur eigenen Potenzialentfaltung (...)“

… was etwas von Nachtwanderung bei Neumond im Nadelwald hat. Zumindest, solange mir das Pferd noch nichts von seinen Potenzialen gezeigt hat. Das ist einer der Gründe, warum bei meinem Longieren, wenn das Pferd den Raum der Möglichkeiten annimmt, so wenig zu sehen ist, vor allem für diejenigen, die meine „Arbeit am Pferd“ sehen und bewerten wollen.

Die intensivsten Prozesse sind nur sichtbar, wenn man in der Lage ist, das zu Sehende auch zu fühlen, in der Einheit von Körper, Geist und Seele wahrzunehmen. Die Trainingseinheit mit dem Wow-Effekt für mich und das Pferd beim letzten Seminar war vermutlich die unspektakulärste. Ein unmotiviertes Pferd, hieß es. So erschien es der Besitzerin, so fühlte es sich für sie an. Im Nachhinein betrachtet und in Verbindung mit den Aussagen von Gerald Hüther hat dieses Pferd mich den Unterschied zwischen Motivation – bzw. der Abwesenheit derselben – und Inspiration fühlen lassen. Motivation fühlt sich an wie eine Generalvorspannung in allen Faszienzugbahnen, während Inspiration die Kraft sich viel feiner, harmonischer und sanfter aufbauen lässt, in ständiger Kommunikation in allen feinen Querverbindungen. Ein hochmotiviertes Pferd fühlt sich an wie eine einsatzbereite Armee, während ein inspiriertes Pferd wie ein gut eingespieltes Team agiert, in dem jeder entstehende Druck im Ansatz und zum Nutzen des Gazen im ganzen Körper umverteilt wird. Das Potenzial dieses Pferdes ist verbunden mit seinem Bedürfnis, seine Kraft und Ausdauer in besagter Sanftheit üben zu dürfen. Gleichzeitig ist es in der Lage, diese Erlebniswelt mit Menschen zu teilen, die diese erfahren wollen. Zu entdecken, dass es so etwas gibt, was noch erlebt und erfahren werden kann, eröffnet neue Räume für alle.

Diese Begeisterung in Pferden zu wecken ist eine wunderbare Aufgabe, sie zu erhalten, zu fördern, ihr Raum zu geben und darin die eigene Inspiration zu finden ist eine echte Herausforderung. Die Fallen des Motivationsdenkens lauern überall am Weg. Macht aber nichts, das gehört zum Üben dazu.

Alles, was ich über Biotensegrity, Faszienfunktion, Bewegungslernen usw. in meinen Seminaren vermittle dient dazu, den Körper mit seiner Intelligenz und Problemlösungskompetenz wieder in die Geist-Körper-Seele-Einheit zu integrieren. Sowohl beim Menschen als auch in dessen Vorstellungen davon, was ein Pferd ist. Dazu zeige ich Bilder, mache Übungen mit den Teilnehmern, lasse fühlen.

Das Longieren selbst wirkt oft eher langweilig, wenn man nicht wahrnehmen kann, was hinter der äußeren Form – Anlehnung, im Kreis laufen – geschieht. Wer sich darauf einlassen kann, sich mitnehmen lassen kann, nimmt an den stattfindenden Prozessen teil, auch wenn dies oft erst zeitversetzt bewusst wird. Wer sich mit anderen über kurze Anmerkungen oder Fragen hinaus unterhält, bewertet und vergleicht, schließt sich selbst – und seine Gesprächspartner oder -opfer – aus diesem Prozess aus. Was ich sehr schade finde, denn dann wird das Seminar nicht „rund“. Die Lehrstunde über Motivation und Inspiration haben einige mitbekommen, andere nicht – für alle aber ist dieser Text, denn die Information aus Gerald Hüthers Buch kam für mich erst nach dem Seminar dazu.

Freitag, 26. Juni 2015

Selbstverständnis II








Auf vielfachen Wunsch mit Bezug zum Post vom 30.April diesen Jahres hier zwei Originalbilder in Originalrichtung in ungefähr der gleichen Bewegungsphase aus leider leicht verschobener Perspektive.

Das schönste an der Arbeit mit diesem Pferd ist, dass er immer noch angaloppiert kommt, wenn ich mich dem Roundpen nähere - obwohl es von mir noch nie ein Leckerli gab. Selbst wenn auf der Koppel noch Gras und der Verdacht be-steht, dass seine Kollegin alles wegfrisst, während er an seinen Erkenntnisprozessen arbeitet.

Donnerstag, 30. April 2015

Selbstverständnis

 Auf dem Bild oben die erste Trainingseinheit an der Longe, auf dem unteren ungefähr die gleiche Trabphase in der zweiten Trainingseinheit.
 
Das Ganze soll Ausgleichssport zum Holzrücken werden und dafür sorgen, dass der Noriker nicht mit der Vorhand zieht, sondern mit der Hinterhand ins Geschirr schiebt - von wegen der Biomechanik der Ellbogenarthrose...
 
Anlehnung ist in Arbeit, kommt in der nächsten Einheit. ;) Bisherige Gesamttrainingszeit etwa 20 Minuten. 

Das Pferd hat keine neue Technik gelernt, sondern eine andere Idee von Bewegung bekommen.
 
Das ist das, was so schwer zu erklären, aber immer gut zu sehen ist. Und das ist der Grund, warum ich Menschen neue Bewegungsideen vermittle: Damit sie diese an ihre Pferde weitergeben können.

Ja, das obere Bild ist gespiegelt. Damit man zum Guckenüben zwei Bilder in der gleichen Laufrichtung und in der gleichen Bewegungsphase hat. Es geht nicht darum, das Pferd und seine Leistung zu bewerten.

Zitat aus FB-Kommentar: "Wäre für mich nur vergleichbar auf derselben Hand (gleiche Laufrichtung), denn allein die Änderung der Hand sprich Laufrichtung an der Longe verändert oft die Bewegung (natürliche Schiefe, schwache/starke Schulter etc.)"  Ja, ist richtig. Nur leider nicht der Punkt.

Es geht mir weder um absolute Geraderichtung noch darum, mit Bildern zu manipulieren, sondern darum, mit Bildern das zeigen zu können, was ich mit meiner Arbeit erreichen möchte. Und da ist es schon ein unverhofftes Glück, mal eben zwei passende Bilder zu finden, auf denen man das erkennen kann.
 

Donnerstag, 23. April 2015

"Faszientraining ist Einstellungssache" bei Cuxhaven

Wenn über Faszientraining gesprochen wird, ist oft von Faszienbehandlung die Rede und der Unterschied zwischen Training und Behandlung verschwimmt. In den letzten Jahren habe ich mich ausgiebig mit Faszienfunktion und Biomechanik befasst und möchte die gewonnenen Erkenntnisse gerne mit Menschen aus den Gesundheitsberufen rund ums Pferd  teilen. Im Sinne der Pferde möchte ich Kooperation pflegen, statt zu konkurrieren und Wissen und Erfahrungen weitergeben ohne Recht haben oder eine Methode verkaufen zu wollen.  (Mehr...)

Biomechanik aus der Sicht des Pferdes bildet die Grundlage, um die Faszienfunktion zu erforschen - zuerst am eigenen Leib. Die Teilnahme ist mit und ohne Pferd möglich, am Hof stehen genügend Pferde für Vorführungen zur Verfügung.



04.-05. Juli 2015, 27478 Cuxhaven, 225€ zuzgl. Anlagennutzung, Getränke und Mittagessen und ggf. Pferdeunterbringung,
Anmeldung bei nicole.baumgarten@gmx.info bis 01. Juni 2015. Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Zahlungseinganges berücksichtigt.
Hunde bitte möglichst zuhause lassen. Hier findet ihr die
AGBs.

Mittwoch, 22. April 2015

Faszientraining für Mensch und Pferd

  "Es ist schon erstaunlich wie lange so ein Seminar nachwirkt und wirkt und wirkt... Das Schriftkrams und die Fremdwörter sind nicht so mein Dings, aber das Erspüren und Erfühlen und selbst Erleben!" - Das schrieb Sabine einige Wochen nach einem der Seminare am Modenbacher Hof. Weil das Erfühlen und Nachspüren, die neuen Bewegungserkenntnisse und -ideen so viel bei ihr bewegt haben, findet jetzt dieses Seminar bei ihr auf der Sarbi-Ranch, einem kleinen Privatstall, statt.
 
„Ja, und was mache ich jetzt, wie setze ich das um?“ Eine häufige Frage am Ende der Seminare „Lebendige Biomechanik und Faszienfunktion“, vor allem, wenn der Verstand versucht hat, alles einzusortieren – in den ihm bekannten Ordnern. Vielleicht kann man es so sehen: Der Verstand hat nur begrenzten Zugriff auf den Datenspeicher des Faszienkörpers, weshalb ihm dieser suspekt ist.

Kein Mensch ist nur sein Verstand. Aber viele identifizieren sich mit ihrem Verstand, weil sie ihn mit ihrem Selbst verwechseln und haben deshalb zu dem großen Feld der Möglichkeiten des Faszienkörpers keinen Zugang. Das lässt sich ändern. Die Übungen auf der Körperebene schulen die Wahrnehmung dessen, was ist, dessen, was man tut und dessen, was aufgrund der eigenen Handlung geschieht.

Nicht nur als Bewegungsorgan will der Faszienkörper trainiert sein, sondern auch als Wahrnehmungsorgan. Etwa zwei Drittel der Nerven in diesem Organ sind für Wahrnehmung zuständig, nur ein Drittel für die motorische Steuerung. Der Verstand ist mit der Verarbeitung der Bewegungsdaten überfordert, vor allem, wenn es um die Räumlichkeit der ganzheitlichen Bewegung im Faszienkörper geht. Aus dem „Raumeinnehmen“ und dem „Raumfühlen“ entstehen neue Konzepte sowohl für die eigene Bewegung als auch für das Training der Pferde.
 
Das hört sich jetzt sehr kompliziert an, da wir aber in Bewegung forschen werden, ist alles halb so wild. Der schwierigste Part ist, den Seminarinhalt in Worten darzustellen, denn – wie oben erwähnt – der Verstand mag diese Komplexität der Zusammenhänge nicht. Dafür aber der Körper, für den sich neue Welten erschließen. Und die Pferde – die finden diese Arbeit richtig klasse.
 
Es ist ein Bewegungsseminar für alle Beteiligten, bei dem es nicht nur darum geht, den Körper zu trainieren, sondern auch um mentale und emotionale Beweglichkeit, Geschmeidigkeit, Kraft und Durchlässigkeit. Dazu kommt eine Einführung in "Impulsfreies Longieren" und "Impulsfreie Zügelführung".
 
„Ja, und was mache ich jetzt, wie setze ich das um?“ Was der Körper erlebt und abgespeichert hat, ist immer da. Der Faszienkörper wird einflussreicher, der Verstand weiß jetzt, was er alles nicht weiß und auch nicht wissen kann. Ihr macht euch gemeinsam mit eurem Pferd auf die Reise eures persönlichen Wachstums.

25.-26.April 2015, Sarbi-Ranch, Weinbrünnlestraße 119, 76359 Marxzell-Pfaffenrot, 160€, Beginn 9.30 Uhr, Anmeldung bis 13.04.2015. Es ist ein Platz freigeworden.

Sonntag, 19. April 2015

Vortrag

Heute auf der Mitgliederfortbildung des Berufsverbandes der NHC-Hufpfleger "Keep it natural e.V.":

Ein Vortrag, der mir Spaß gemacht hat. Über „Lebendige Biomechanik aus der Sicht des Pferdes“ sowie die Faszienfunktion und deren Bedeutung für die Fußung und damit auch für die Hufform.

Bereits bei der Ausarbeitung des Vortrages habe ich viel gelernt, allein dadurch, dass ich mir selbst viele Fragen gestellt und die Zusammenhänge nochmals neu überdacht und betrachtet habe. Obwohl ich aufgrund der knapp bemessenen Zeit - die ich dann doch um eine halbe Stunde überzogen habe - die verschiedenen Themenbereiche nur sehr komprimiert vorstellen konnte, hat mir das Feedback gezeigt, dass sehr viel verstanden wurde, und den gestellten Fragen war zu entnehmen, dass sich einige TeilnehmerInnen weiter mit den Themen befassen werden.

Das Publikum war toll, sehr konzentriert und interessiert, und die Atmosphäre sehr angenehm. Derartige "Blicke über den Tellerrand", in diesem Fall von der Hufbearbeitung zum Faszientraining, ermöglichen weitere Einsichten und Entwicklungen im Sinne der Pferdegesundheit.

Danke!

Mittwoch, 15. April 2015

Simplify your Riding

 


"Der nächste Punkt für die Überlegungen zum Nicht Mehr Einverstanden Sein ist die Behandlung des Pferdes als Sklave, als Sportgerät, als zu unterwerfende Gefahr, als Projektionsfläche, als Prestigeobjekt, als Patient, als Plattform für Ego-Performance … "  (Zitat aus dem vorigen Post)

Gemeinsam mit Effekt werde ich herausfinden, womit wir beide einverstanden sein können. Die Verhandlungen waren bisher vielversprechend.

Sonntag, 12. April 2015

Die Kultur des Nicht Einverstanden Seins beleben

Häng ich mich rein – häng ich mich nicht rein – häng ich mich rein  –  –  –  ja, ich häng mich rein.
 
Erica Franz hat sich mit ihrem Post zu einem offiziellen Video über Clinton Anderson, einen bekannten australischen Westerntrainer, exponiert und sich einem Shitstorm und Hassmails ausgesetzt. Dazu habe ich bereits einen Post auf Englisch verfasst. Da einer ihrer letzten Posts sich mit dem Nicht Einverstanden Sein auseinandersetzt und ich mich erinnere, in meinem Buch ebenfalls genau darüber geschrieben zu haben, werde ich jetzt ebenfalls Stellung beziehen.

Denn das Erschreckendste an den Kommentaren zu Ericas Post war für michwas alles als normal betrachtet wird: „But, he gets results“.

Da reitet ein großer, schwerer Mann zweijährige Pferde, bei denen noch alle Wachstumsfugen der Wirbelsäule und der großen Gelenke der Extremitäten offen sind, mit bis zum Anschlag verbogenen Hälsen und der Ausstrahlung wandelnder Leichen in den Boden hinein. Zeigt Spins und Stops.
 
 „But – he gets results“.

1 Bis alle Wachstumsfugen geschlossen sind, hat ein Pferd, wenn es lange körperlich und psychisch gesund bleiben soll, genug damit zu tun, Tragkraft in freien Gängen auf großen Linien, am besten im Gelände, zu entwickeln. Dadurch trainiert sich der Fazienkörper und damit der Selbsterhaltungstrieb des Körpers, in jeder Situation seinen Raum einznehmen.

2 Es gibt keine biomechanische oder sonstige sinnvolle Begründung dafür, warum ein Pferd dem Gebiss bis hinter die Senkrechte, unter Buggelenkshöhe und über die Marschrichtung der nächsten zwei Tritte hinaus nachgeben sollte.

3 Ein Trab mit Einbeinstütze vorne (im schlimmsten Fall mit Vierbeinstütze) ist kein Trab, sondern ein Zeichen fehlerhafter Ausbildung. Desgleichen Galopp ohne Schwebephase. Und irgendwann auch die Viertakt-Piaffe.

Das sind ein paar Fakten, die man sich bewusst machen sollte. Und dann kann man sich umsehen, wie überall ausgebildet wird. Und mal die Augen aufmachen. Und endlich anfangen, Nicht Mehr Einverstanden zu Sein. Und zwar nicht nur, wenn man solche ganz bösen Videos sieht.

Ein prima Ansatzpunkt ist die Einbeinstütze vorne im Trab. Die ist einfach zu erkennen und ganz wertfrei einfach da. Dann kann man natürlich sagen: Das ist doch überall so. Man könnte aber auch fragen: Warum ist das so, was hat das für Folgen und wie kann man das ändern? Vor allem könnte man zu dem Schluss kommen, dass Ausbildungssysteme, in denen dieses Symptom als normal betrachtet wird, so großartig nicht sein können.

Der nächste Punkt für die Überlegungen zum Nicht Mehr Einverstanden Sein ist die Behandlung des Pferdes als Sklave, als Sportgerät, als zu unterwerfende Gefahr, als Projektionsfläche, als Prestigeobjekt, als Patient, als Plattform für Ego-Performance …

Hier tut sich ein sehr, sehr weites Feld auf, oft vermischen sich diese verschiedenen Rollen, die dem Pferd vom Menschen zugeteilt werden.

In einer echten Partnerschaft mit dem Pferd ist Kommunikation der Schlüssel, eine Kommunikation, die weit über Worte und und auswendig gelernte Halbsätze hinausgeht. Es geht um Raum einnehmen und Raum geben, um Raum verhandeln. Um Persönlichkeitsentfaltung für alle Beteiligten, und nicht um Gelenkwinkelfaltung. ;)  In einer Partnerschaft kann man sich durchaus mal streiten, aber bitte nach partnerschaftlichen Regeln. 
 
Hier kommen wir an den Punkt, an dem es lebensbedrohlich wird, nicht mehr einverstanden zu sein. Zumindest für das Ego. Wenn wir das Pferd nicht mehr klein machen, müssen wir selbst wachsen. Und wenn wir das tun, wachsen wir vielleicht aus unserer eigenen Rolle als Ehepartner, Angestellte, Kumpels, Vereinsmitglieder, Kinder oder nützliche Mitglieder der Gesellschaft heraus. Das wird unbequem. Wachstum zieht Veränderung nach sich.

Wenn wir dem Pferd beibringen wollen, für uns zu kämpfen, anstatt es zu bekämpfen, müssen wir uns überlegen, wofür wir selbst kämpfen. Nicht Mehr Einverstanden Sein bedeutet nicht, dagegen sein, das wäre nur der Anfang. Es bedeutet, sich selbst klar zu machen, wo man gegen sein inneres Gefühl, seine innere Wahrheit handelt. Es bedeutet, sich nicht mehr klein halten zu lassen. Es bedeutet, den inneren Wust aus übernommenen Glaubenssätzen und falschen Schlüssen aufzudröseln, um dann nach Alternativen zu suchen und diese bekannt zu machen.

Nicht Mehr Einverstanden Sein ist eine Lebensaufgabe.
 
Wer sich nicht als Kämpfer, Visionär oder Pionier sieht, kann zumindest mit klarem Verstand entscheiden, wem er warum folgt - und wem nicht.
 
Menschen wie Clinton Anderson und andere werden unwichtig, wenn ihnen niemand mehr folgt, niemand mehr zujubelt und niemand die auf diese Art eingerittenen Pferde kaufen will.

Teilen erwünscht.

Montag, 30. März 2015

FaszienTraining oder FaszienBehandlung?

 
Wo liegt der Unterschied? In der Mainstreamliteratur und in den meisten Zeitschriften werden diese beiden Begriffe munter gleichgesetzt. Es kann nicht schaden, etwas genauer hinzusehen:
 
Faszienbehandlung
 
ist eine sinnvolle Maßnahme, um Faszienbereiche, die nach Verletzungen und Operationen oder durch Fehlbelastung und Überlastung etc. verklebt und geschädigt sind, zu lösen und zu reaktivieren. Es wird etwas mit der Faszie gemacht, sie wird geknetet, gedehnt, gedrückt, verschoben. Mal mit irgendwelchen Gerätschaften, mal von Hand. Es gibt Fachleute dafür, die etwas davon verstehen und alles wieder in Ordnung bringen. Vielleicht zeigen sie einem sogar, wie man das Pferd oder den eigenen Körper mit diesen Methoden selbst behandeln kann. Das ist wichtig und hilfreich, aber eines ist es sicher nicht:
 
Faszientraining

Um ein gutes Faszientraining zu gestalten, braucht es vor allem Eigeninitiative, Eigenverantwortung und etwas Zeit, um sich damit zu beschäftigen, worum es überhaupt geht. Faszientraining erkennt man daran, dass man keinerlei Hilfsmittel und Geräte benötigt, dass der Körper selbst aktiv wird, dass es keine festen Übungen und Übungsabfolgen gibt (leider auch keinen „Plan“) und zu guterletzt daran, dass der Körper sehr bald keine Faszienbehandlung mehr benötigt.

Faszientraining ist eine Lebenseinstellung, etwas, das ständig stattfindet, sobald der Körper herausgefunden hat, was er kann und braucht.

Der Faszienkörper, sprich: das gesamte Bindegewebe einschließlich aller Sehnen und Bänder ist (nicht nur, aber in diesem Zusammenhang) vor allem ein Bewegungsorgan und ein Sinnesorgan. Er ist das größte Organ und in seiner Ganzheit für Bewegung, Körperwahrnehmung, Orientierung im Raum, körperliches Befinden und physische Interaktionen zuständig. Dieses Organ ist anspruchsvoll und möchte sich erleben und seine Fähigkeiten erproben und erweitern. Zwei Drittel aller Nerven im Bindegewebe des Bewegungsapparates sind als sensorische Nerven für die (Selbst-)Wahrnehmung zuständig, nur etwa ein Drittel für motorische Steuerung. Der Faszienkörper verändert sich mit den Anforderungen, die an ihn gestellt werden, und die Vernetzung des Fasziengewebes sowie die Art der Kraftübertragung über die Gelenke ist individuell unterschiedlich.

Der Faszienkörper lebt durch Bewegung, benötigt aber ein völlig anderes Training als das konventionelle Muskeltraining. Vor allem benötigt er eine andere Bewegungsidee.

Der Faszienkörper ist kein Patient!

Zumindest möchte er nicht so behandelt werden. Ohne Anregung und Herausforderungen, ohne Kreativität und Eigenmacht, ohne Widerstand und Resonanz, verblödet dieses hochkomplexe faszinierende Organ, bis zu dem Punkt, dass kleinste Fehlbelastungen und Stolperer sofort zu Schmerz und Verletzungen führen. Es geht nicht darum, sich so zu bewegen, dass man ja nie stolpert, sondern darum, heil und um eine Erfahrung reicher aus schwierigen Bewegungssituationen herauszukommen.

Faszientraining, wenn man es einmal verstanden hat, ist absolut einfach und kostengünstig. Man muss nur aus dem Quark kommen, anstatt die Verantwortung an Tierärzte, Physiotherapeuten, Osteopathen und Heilpraktiker abzugeben. Diese Berufsstände werden dadurch bestimmt nicht arbeitslos (mir sind keine TierärztInnen bekannt, die nicht bis über beide Ohren in Arbeit stecken), aber mit Sicherheit wird auch deren Arbeit weniger frustrierend, wenn mehr PferdebesitzerInnen sich mit Faszientraining befassen.

Für Pferde und Pferdemenschen gewinnt die gemeinsame Arbeit ebenfalls, denn mit dem Faszienkörper will vor allem die Selbstwahrnehmung und die gegenseitige Wahrnehmung trainiert werden. Diese Wahrnehmung gehört immer ins „Jetzt“, in dem die Pferde ohnehin leben. Es kann kein Fehler sein, sich zum Pferd in das gemeinsame „Jetzt“ zu gesellen...
 

Sonntag, 22. März 2015

"Faszientraining ist Einstellungssache" am Modenbacher Hof

Wenn über Faszientraining gesprochen wird, ist oft von Faszienbehandlung die Rede und der Unterschied zwischen Training und Behandlung verschwimmt. In den letzten Jahren habe ich mich ausgiebig mit Faszienfunktion und Biomechanik befasst und möchte die gewonnenen Erkenntnisse gerne mit Menschen aus den Gesundheitsberufen rund ums Pferd  teilen. Im Sinne der Pferde möchte ich Kooperation pflegen, statt zu konkurrieren und Wissen und Erfahrungen weitergeben ohne Recht haben oder eine Methode verkaufen zu wollen. Mehr...
   Am Modenbacher Hof, gelegen in wunderbarer Landschaft und dennoch gut zu erreichen, stehen die Vereinspferde des Vereins "Tiere erleben e.V." für die Longenarbeit zur Verfügung. Am Abend des ersten Seminartages gibt es, je nach Witterung, gemeinsames Grillen am Lagerfeuer oder Flammkuchen.
   05.-06.04.2015, Modenbacherhof, 76735 Burrweiler. 160€ plus 10€ für Mittagessen (vegetarisch oder vegan), Kaffee und Tee  - und ggf. den Kachelofen.  ÜVP am Hof im EZ: 45€/Übernachtung.
Beginn Ostersonntag 9.30, Ende Ostermontag 16.00.

 

Mittwoch, 11. März 2015

"Faszientraining ist Einstellungssache" bei Cuxhaven

Wenn über Faszientraining gesprochen wird, ist oft von Faszienbehandlung die Rede und der Unterschied zwischen Training und Behandlung verschwimmt. In den letzten Jahren habe ich mich ausgiebig mit Faszienfunktion und Biomechanik befasst und möchte die gewonnenen Erkenntnisse gerne mit Menschen aus den Gesundheitsberufen rund ums Pferd  teilen. Im Sinne der Pferde möchte ich Kooperation pflegen, statt zu konkurrieren und Wissen und Erfahrungen weitergeben ohne Recht haben oder eine Methode verkaufen zu wollen.  (Mehr...)

Biomechanik aus der Sicht des Pferdes bildet die Grundlage, um die Faszienfunktion zu erforschen - zuerst am eigenen Leib. Die Teilnahme ist mit und ohne Pferd möglich, am Hof stehen genügend Pferde für Vorführungen zur Verfügung.




04.-05. Juli 2015, 27478 Cuxhaven, 225€ zuzgl. Anlagennutzung, Getränke und Mittagessen und ggf. Pferdeunterbringung,
Anmeldung bei marendiehl(at)aol.com bis 01. Juni 2015. Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Zahlungseinganges berücksichtigt, mit der Anmeldung gelten die AGB als akzeptiert.



 

Lebendige Biomechanik und Faszienfunktion II

Zwei Seminare für alle, die bereits an einem Biomechanik- oder Trageerschöpfungs-Seminar teilgenommen haben oder über sonstige Vorkenntnisse verfügen.
 
Gegenwärtigkeit, Durchlässigkeit, Stabiliät, Gelassenheit, Präsenz und Widerstandsfreiheit bieten ein weites Übungsfeld, sowohl in der Arbeit mit Pferden als auch mit menschlichen Partnern. Das Wesen des Faszienkörpers lässt sich tiefergehend erfahren, wenn bereits Basiswissen vorhanden ist. In diesen Seminaren werden die Inhalte aus dem ersten Teil vertieft und weitere Möglichkeiten zum Sehen- und Fühlenlernen geboten. Dazu kommen eine Einführung in „Impulsfreies Longieren“, die Arbeit mit dem Herzfeld, Timing durch Körpereinheit und Synchronisierung, Problemlösungskompetenz, Umgang mit Emotionen und „In der Kraft bleiben“. Bei beiden Seminaren stehen Pferde zur Verfügung, die für Praxisnähe sorgen und helfen, den Blick und die Wahrnehmung zu schulen.
 
24.-25.Mai 2015 am Eckhof, Weikertshofener Str.8,  85253 Kleinberghofen, www.reitstall-dachau.de/190€ plus ca. 10€ Essen und Getränke. Max. 12 TeilnehmerInnen. Beginn Pfingstsonntag 9.30 Uhr, Ende Pfingstmontag 16.00 Uhr.

18.-19.Juli 2015 in 76835 Burrweiler am Modenbacherhof,
  160€ plus 10€ Mittagessen (vegetarisch/vegan) und Getränke, ggf. Pferdeunterbringung. An diesem Wochenende gibt es keine Übernachtungsmöglichkeit am Hof. Max.10 TeilnehmerInnen. Beginn Samstag 10.00, Ende Sonntag ca. 16.00.

Mit der Anmeldung gelten die AGB als akzeptiert.

Donnerstag, 26. Februar 2015




 
Paul ist am 24.2.2015 gestorben.
Fast 14 Jahre waren wir zusammen unterwegs.
Danke!
 
 


Mittwoch, 18. Februar 2015

Fehler bei Email-Zustellung

In der Zeit vom 03.-15.02.2015 sind nachweislich Emails nicht bei mir angekommen. Wer also noch auf Antwort wartet: Bitte nochmal melden!

Montag, 9. Februar 2015

"Faszientraining ist Einstellungssache" für den Norden

Wenn über Faszientraining gesprochen wird, ist oft von Faszienbehandlung die Rede und der Unterschied zwischen Training und Behandlung verschwimmt. In den letzten Jahren habe ich mich ausgiebig mit Faszienfunktion und Biomechanik befasst und möchte die gewonnenen Erkenntnisse gerne mit Menschen aus den Gesundheitsberufen rund ums Pferd  teilen. Im Sinne der Pferde möchte ich Kooperation pflegen, statt zu konkurrieren und Wissen und Erfahrungen weitergeben ohne Recht haben oder eine Methode verkaufen zu wollen.  (Mehr...)
 
Biomechanik aus der Sicht des Pferdes bildet die Grundlage, um die Faszienfunktion zu erforschen - zuerst am eigenen Leib. Am zweiten Tag liegt der Schwerpunkt auf dem Training der Pferde, vor allem an der Longe, auf Wunsch auch unter dem Sattel. Die Teilnahme ist mit und ohne Pferd möglich, am Hof stehen genügend Pferde für Vorführungen.
 
19.-20.September 2015
Veranstaltungsort: Bössel Nr. 18, 37574 Opperhausen bei Einbeck.
Übernachtungsmöglichkeiten sind u.a. im 5 km entfernten Bad Gandersheim.
Anmeldung bei marendiehl(at)aol.com bis 8.August 2015. 200€ zuzgl. Getränke und Mittagessen.

Foto: (c) Sven Cramer, Fotolia
 

Samstag, 31. Januar 2015

Pathologische Eleganz*: Hypermobilität bei Pferden

Aus gegebenem Anlass befasse ich mich gerade mit der Gangmechanik des modernen deutschen Warmbluts und das, was ich sehe, passt zu den Problemen der meisten Pferderassen. Zuerst aber ein anderer Punkt:
 
Schieberitis und Trageritis
 
Begriffsallergien machen das Leben schwer, wenn man miteinander kommunizieren will. Ich habe eine Allergie gegen den Ausdruck „Tragkraft der Hinterhand“, während andere allergisch auf den Begriff „Schubkraft“ reagieren. Im Grunde genommen beziehen sich die jeweiligen Abneigungen auf das, was in der Reiterwelt mit diesen beiden Begriffen verbrochen wird. Wenn ich „Tragkraft der Hinterhand“ höre, habe ich immer viel zu weit untergeschobene Hinterfüße, ein im Lumbosakralgelenk abgekipptes Becken und in Stellung durch die Bahn schleichende Pferde vor Augen, die im Gelände weder bergauf noch bergab laufen könnten. Die Schubkraft-Allergiker sehen weggedrückte Rücken, gestauchte Pferdehälse und nach hinten herausgestellte Hinterbeine. Diese Allergien entwickeln sich, wenn man in unterschiedlichen Reitweisen die Auswüchse gesehen hat, zu denen ein falsches Begriffsverständnis führt.
 
Deshalb möchte ich zu den Begriffen Tragkraft und Schubkraft noch die Begriffe Schieberitis und Trageritis für die krankhaften und krank machenden Bewegungsmuster der Hinterhand einführen. Die Pferde benötigen ihre Schubkraft dringend, weil sich nach meinem Verständnis nur daraus ganzheitliche Tragkraft entwickeln lässt. Deshalb möchte ich mit dieser Differenzierung die Begriffe in ihrer ursprünglichen Bedeutung im Sinne der Pferde zurückerobern.

Hypermobilität

In Ermangelung einer echten Gebrauchsreiterei bewegen sich sowohl die Zucht (Pro Equo e.V.) als auch das Reiten auf Abwegen. Zucht, Reiten und Pferdeausbildung stehen und fallen mit den Vorstellungen des Menschen von dem, was schön und gut und richtig ist. Und diese Vorstellung bewegt sich in allen Bereichen und Reitweisen weg vom Ursprung, dem Tragen, hin zu vermeintlicher Schönheit, Show und Modeerscheinungen. Vor allem bewegt sie sich weg vom Körpergefühl hin zu einer übersteigerten visuellen Ästhetik. 
(c) Rita Kochmarjova

In allen Reitweisen wird die Stützbeinphase vor allem im Trab künstlich verlängert, so, dass die modernen Warmblüter aufgrund ihrer langen Beine und ihrer Beweglichkeit im Bodenkontakt mehr Raum überbrücken als in der Luft. Die Reitkunstpferde bleiben ebenfalls am Boden kleben und heben ihre Füße fein zierlich, wo der Warmblüter sie ohne Rücksicht auf die tiefe Beugesehne des Stützbeines nach vorne schmeißt und zeigen häufig eine „Vierbeinstütze“. Selbst auf den „besseren“ Bildern, beispielsweise in Heuschmanns „Balanceakt“, fußt der Hinterfuß im Trab vor dem diagonalen Vorderfuß ab, was ein klarer Beweis dafür ist, das die Kraftphasen innerhalb der Stützbeinphasen verdreht sind. (Siehe Posts zur Ellbogenarthrose oder zur Piaffe).
 
Training

In gesunder Bewegung müssen alle Gelenke in ihrer Kraft bleiben und daher entweder von Natur aus oder duch Anpassung der Anforderungen und des Trainings in ihrer Beweglichkeit stabilisierend eingeschränkt werden. Dafür brauchen wir als Menschen erstmal ein Gefühl dafür, in welchen Winkeln die Gelenke Kraft übertragen können (ja, hier geht es weiter mit Biotensegrity!), ohne Schaden zu nehmen oder die im Ganzen benötigte Kraft irgendwo wieder zu verlieren.
 
Durch den überzogenen Bodenkontakt gibt es keine echte Schwebephase mehr, die m.E. aus der korrekten Koordination von Schubkraft (gerichtete Kraft in Körpereinheit) hinten und Tragkraft vorne entsteht. Die Pferde werden regelrecht in den Boden gedrückt.
 
In einer „schlankeren“ Stützbeinphase liegt die Betonung der Bewegung auf der Entladung der Kraft in die richtige Richtung und der Pferdekörper arbeitet verschleißärmer. Es gilt, das optimale Drehmoment zu finden. Bei zu großer Beweglichkeit (Dehnbarkeit des Bindegewebes) hat der Körper zu wenig Kraft, bei zuviel Kraft (Straffheit des Bindegewebes) hat er zu wenig Beweglichkeit. Zu viele Pferde nehmen am Ende der Stützbeinphase einfach den Fuß vom Boden weg, ohne vorher Kraft auf dem richtigen (sprich: hilfreichen) Weg in den Körper geschickt zu haben.
 
Womit wir bei meinem Lieblingsthema, dem Faszientraining angekommen wären. Der Faszienkörper lässt sich trainieren und innerhalb von zwei Jahren komplett erneuern und mit seinen Bewegungsmustern umstrukturieren. Allerdings nur dann, wenn man sich klar macht, dass es inzwischen nicht mehr primär um das Geschmeidigmachen eines zu strammen Bindegewebes geht, wie es noch bis in die 70er Jahre hinein war, sondern um die Stärkung eines zu schwachen Bindegewebes. Dass der Pferdekörper sich nicht zusammenfalten darf, sondern sich ausdehnen muss. Hypermobile Pferde, die sich in fast allen Rassen zunehmend finden, können mit den Methoden, die für straffe, feste Pferde entwickelt wurden, nur kaputt trainiert werden. Und der Verzicht auf Schubkraft ist hier auch keine Lösung. Schubkraft kann nicht im Hinterbein in Tragkraft umgewandelt werden, sie kann nur in der Vorhand transformiert werden. Dafür benötigt man Ideen und Bewegungsvorstellungen, die sich bei den alten Meistern nicht finden lassen – nicht, weil die zu doof gewesen wären, darauf zu kommen, sondern weil sie andere Pferde hatten, die ihren Reitern andere Probleme machten. In der heutigen Sportreiterei finden sich, selbst bei den AusbilderInnen, die für ihre „Pferdefreundlichkeit“ bekannt sind, nur Behelfsmaßnahmen, die zwar noch helfen, die gewünschten Resultate zu erzielen, aber den Pferdeverschleiß immer weiter erhöhen und absolut nichts mit Training für das Pferd zu tun haben.

Einem neuen Problem kann man nicht mit alten Lösungen beikommen.
 
*Dieser Begriff stammt aus einem Zitat von Prof Dr med Fritz Schiller aus einem Zitat von Ellen Wolff.

Freitag, 30. Januar 2015

"Lebendige Biomechanik und Faszientraining I"

Es sind zwei Plätze freigeworden  Noch ein Platz frei für TeilnehmerIn ohne Pferd:

Biomechanik und Faszien sind unbestechlich und weder durch Equipment noch durch Techniken zu beeindrucken. Die Biomechanik der Tragkraft, die Faszienfunktionen und vor allem Bewegung an der Longe und unter dem Reiter aus der Sicht des Pferdes stehen im Mittelpunkt dieser Seminare. Das Wissen über die biomechanischen Zusammenhänge wird verknüpft mit dem Bedürfnis des Pferdes, sich gesund und ganzheitlich zu bewegen. Deshalb geht es nicht darum, wie die jeweiligen Hebel vom Menschen zu nutzen sind, um das Pferd in Gehorsam und in eine Form zu bringen. Ob ein Pferd sich für Zusammenarbeit entscheidet und ob es auf allen Ebenen in seine Kraft kommt, hängt stark mit dem zusammen, wie der Mensch das Pferd sieht und wie die Aufgaben definiert sind. Daher lassen sich auch Verhaltensprobleme mit diesem Ansatz lösen - ein interessanter Aspekt, der an diesem Wochenende einbezogen wird.
 
Die "Lebendige Biomechanik" bringt die Bilder im Kopf in Bewegung, das Faszienwissen sorgt für den Schwung und die Lebensfreude. Die Seminarinhalte ermöglichen es, Entscheidungen im Sinne des Pferdes zu treffen – reitweisenunabhängig.
 
20.-21.02.2015  "Lebendige Biomechanik und Faszientraining I",  Fichtenhof, Dagersheimer Straße 57, 71139 Ehningen

Dienstag, 27. Januar 2015

Ende der Winterpause


Ab 1.Februar geht es wieder weiter. Ich freue mich schon auf euch!
 
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Donnerstag, 22. Januar 2015

Reiten oder nicht reiten



Wenn ich Bücher über das Reiten lese, führt das immer dazu, dass ich meine eigene Position überprüfe und genauer hinschaue. Zuletzt habe ich Maksida Vogts Buch "Wo ist die Reitkunst?" gelesen und festgestellt: Wir sehen vieles ähnlich, aber wir ziehen unterschiedliche Schlüsse.
 
Die Zahl derer, die nicht mehr reiten, weil sie das ihrem Pferd nicht antun wollen, wird immer größer. Für mich ist das eine sehr persönliche Entscheidung, die jeder für sich trifft und ich bin selbst auch lange nicht geritten, während ich für mich und meine Arbeit an Veränderungen gebastelt habe. Mir fällt nur auf, dass das Reiten, das aufgegeben wird, das Reiten, von dem meistens die Rede ist, ein ganz anderes ist als jenes, welches ich für erstrebenswert halte. Man muss sicher nicht jedes Pferd reiten. Es macht keinen Spaß, Pferde zu reiten, die dazu keine Lust haben. Es gibt aber durchaus Pferde, die Freude an der gemeinsamen Bewegung und dem dadurch vergrößerten Aktionsradius haben, die dem Konzept von „Reiten im gegenseitigen Einvernehmen“ etwas abgewinnen können. Verhandeln statt Kontrolle durch Zwangshaltung. Dieses Reiten setzt allerdings voraus, dass man mit vollem Einsatz einen neuen Weg sucht, sich selbst geistig und körperlich umbildet und auch dem Pferd einen anderen Weg und eine andere Einstellung zeigen kann. Damit kann man durchaus auch Pferde überzeugen, die sich bereits eine Meinung gegen das Gerittenwerden gebildet haben.
 
Im letzten Jahr war ich mir auch nicht mehr so sicher, ob ich noch reiten möchte, aber zwei Erlebnisse in den USA haben mir gezeigt, dass die Pferde durchaus mit uns gemeinsam wachsen wollen. Das erste war die Begegnung mit dem Indianerpony N.D. (sprich: Enndie), ein kleiner, zäher, bei unserer ersten Begegnung extrem schlechtgelaunter Fuchswallach, der in der Pine Ridge Reservation in South Dakota lebt. Die Pferde werden dort, wenn sie gebraucht werden, zu Fuß(!) in der Prairie eingesammelt. Wer sich verdrückt, muss nicht arbeiten, er wird seinen Grund haben. Am Ende des dreitägigen Rittes durch Badlands und Prairie wurden die Pferde abgesattelt, abgetrenst, gelobt, bedankt – und in die Prairie entlassen.
 
Ich war N.D. sehr dankbar für die Erfahrung, unsere unterschiedlichen Welten und Vorstellungen in Einklang gebracht zu haben. Für die Erfahrung, in einem vollen Galopp bergauf und bergab in der absolut nicht ebenen Prairie jeden einzelnen Pferdefuß so genau zu spüren, als wäre er mein eigener und mit einem Snaffle with Shanks (finde ich eher gruselig) eine gleichzeitig präzise, nicht störende und gleichmäßige Verbindung zum Pferdemaul zu halten. Zu spüren, wie das Pferd mir und meiner Balance und meiner Kommunikation immer mehr vertraut, ohne seine eigene Meinung jemals aufzugeben. (Zu dieser Meinung gehörte unter anderem, dass der beste Platz in einer Gruppe entweder ganz vorne oder fünfzig Meter seitlich ist und dass nur Feiglinge und Idioten bergab bremsen, anstatt den Schwung für den nächsten Berg zu nutzen.

In Punkt 1 und 2 waren wir uns ohnehin einig, bei Punkt drei ergaben die Verhandlungen, dass meine Idee vom „Wie“ durchaus brauchbar und deutlich angenehmer war als „Reiter lehnt sich zurück und hält sich am Sattelhorn fest“. Im Gegenzug bekam ich begrenztes Mitbestimmungsrecht beim „Wann“ zugesprochen. „Zügel kämmen“ fand er absolut faszinierend, damit ließ er sich immer von seinem eigentlichen Vorhaben, sich unbedingt durchzusetzen, ablenken.)
 
 
N.D. hatte also am Abend des dritten Tages seinen Job erledigt und marschierte Richtung Freiheit. Ich marschierte zur Getränkebox. Als ich mich mit der Wasserflasche in der Hand umdrehte, stand das Pony wieder hinter mir, um mir nochmal zu sagen, dass es mit mir echt ganz ok und nicht uninteressant gewesen sei. Er stand noch etwa zwei, drei Minuten entpannt bei mir, um sich dann endlich der Prairie zuzuwenden... Das hat mich wirklich gerührt, vor allem, weil es ganz sicher nicht um Futterbelohnung ging.
 
Das zweite Erlebnis hatte ich mit einer wild aufgewachsenen Mustangstute, mit der ich mich im Roundpen unterhalten durfte, nachdem sie dem Pferdeflüsterer in der ersten Trainingseinheit ihres Lebens nachdrücklich mit Zähnen und Hufen gezeigt hatte, wie sie sich interspezielle Kommunikation nicht vorstellt. Ich durfte übernehmen, als die Stute mit Knotenhalfter und Dreimeterstrick „frei“ im Roundpen stand. Nach etwa zwanzig Minuten hochkonzentrierten Seins und Nichtstuns ließ sie sich von mir am Kopf anfassen und folgte mir sowohl am Strick, den ich jetzt ein- und aushaken durfte, als auch ohne. Keinerlei Panik, keine Aggression – sie hatte vorher nur auf ihre Art und durchaus angemessen klare Grenzen gesetzt. Sie fing an, sich für mich zu interessieren nachdem klar war, dass ich diese Grenzen respektierte. Faszinierende 100% Pferd. Der Besitzer hat mir geschrieben, dass die Stute wieder frei läuft und nicht weiter gearbeitet wird, weil sie den Spirit, den sie an diesem Tag in ihr gesehen hatten, nicht zerstören wollen. * freu * Ich hätte mir jedoch vorstellen können, mit ihr gemeinsam auch bis zum Reiten zu kommen. Es wäre ein interessantes Projekt geworden, da die Stute ein sehr genaues Gespür für "sanfte Gewalt" hatte, die sie einfach als Gewalt einstufte und beantwortete, während sie gleichzeitig sehr neugierig und kommunikationsbereit war und Herausforderungen so, wie sie ihr begegneten, annahm.

 Für mich bedeutet Sein mit Pferden inzwischen eine gemeinsame Entwicklung sowie ein gemeinsames Wachstum auf allen Ebenen - und dazu gehört auch der physische Körper, der sich in Verbindung mit einem anderen Körper erfahren will. Deshalb ist es, um reiten zu "dürfen" nicht ausreichend, das Pferd zu trainieren. Der eigene Körper ist oft das schwierigere Pferd!

 


Fotos von der Schimmelstute: (c) Barbara Fuchs, Jürg Klopfenstein

Mittwoch, 14. Januar 2015

Vorsätzliche Unwissenheit




... auf englisch "Willful Ignorance", ist ein Begriff, der Beachtung verdient. Und das nicht nur in der Reiterwelt. Daher habe ich Erica Franz, USA, um die Erlaubnis gebeten, ihren Text ins Deutsche übersetzen zu dürfen. Wenn man sich bewusst macht, was vor sich geht - im Inneren wie im Außen - ist es schon nicht mehr ganz so einfach, aus Bequemlichkeit und Angst vor Veränderung wegzuschauen.
 


 

Mittwoch, 7. Januar 2015

 
Hier ist endlich mein Artikel über Trageerschöpfung und Biomechanik der Tragkraft auf englisch: 
 


 
 

Samstag, 3. Januar 2015

München im Februar 2015

Einsteigerseminar "Lebendige Biomechanik und Faszientraining - Teil 1" 

Die Biomechanik der Tragkraft, die Faszienfunktionen und vor allem in der Bewegung unter dem Reiter aus der Sicht des Pferdes stehen im Mittelpunkt dieses interessanten Seminars. In jeder Reitweise gibt es Vorstellungen, Lektionen und Techniken, die es dem Pferd erschweren oder sogar unmöglich machen, einen Reiter zu tragen ohne Schaden zu nehmen. Wir Menschen sehen nur, wie das Pferd reagieren oder funktionieren sollte, aber die wenigsten ReiterInnen haben sich bislang Gedanken darüber gemacht, was das Pferd tun (dürfen) muss, um sie gut und verschleißfrei zu tragen. Die meisten sind der Meinung, es würde wohl alles gut gehen, wenn man "die richtigen Hilfen gibt".

Ein Pferd, das Tragen gelernt hat, lässt sich unter einem Reiter, der das zu schätzen und zu erhalten weiß, sehr weit ausbilden. Ein Pferd, das dies niemals gelernt hat, bleibt ein Leben lang ein "Sack voller Pferdeteile", darauf angewiesen, von einem guten Reiter zusammengehalten zu werden.

82194 Gröbenzell (bei München) am 07.02.2015, 10.00 - 18.00 Uhr. Kosten: 95,00 Euro inkl. Kaffee, Kuchen und Getränke.

ACHTUNG: weitere Infos, Anmeldung und Termine nicht bei mir, sondern unter info@tierseminarzentrum.de oder 0176 63874937