Freitag, 22. August 2014

Seelenpferde

 
 
Die Kunst besteht darin, sie groß zu bekommen, ohne ihnen die Flügel zu brechen.
 
 
(c) Maren Diehl

Mittwoch, 20. August 2014

Hufrehe durch Verzehr von Schwarzem Nachtschatten?

Vermutlich kommt dieser Post für die meisten Hufrehefälle zu spät, aber vielleicht hilft es ja für nächstes Jahr. In diesem Jahr ist der schwarze Nachtschatten bereits Ende Juli schier explodiert und trägt, wenn ich das richtig erinnere, seit Anfang August Beeren. In Blättern und unreifen Früchten befinden sich stark giftige Steroid-Alkaloide, und manche Pferde fressen dieses Gewächs mit Leidenschaft. Zehn unreife Beeren können für einen Menschen tödlich sein! Im letzten Jahr ist eine Stute daran verendet.

Mir fiel vor zwei Wochen eine Stute, deren Besitzer in Urlaub waren, durch Dünnpfiff auf. Die anderen Mitglieder der Haltergemeinschaft konnten sich das nicht erklären - kein Weidegang, Heu wie immer. Mir ließ die Sache keine Ruhe, ich habe mich auf die Suche begeben und fand außerhalb der Reichweite der Pferde hüfthoch wachsenden schwarzen Nachtschatten. Innerhalb der Reichweite fast nur noch Strünke... Also habe ich die Ärmel hoch gekrempelt und mal eine halbe Stunde gejätet.

Tödliche Glaubenssätze in diesem Zusammenhang sind:
  • Wenn die genug anderes zu fressen haben, gehen die da nicht dran.
  • Meiner frisst das nicht.
  • Pferde wissen, was giftig ist.
  •  Ist ja nicht mein Pferd. 
Vom schwarzen Nachtschatten gibt es unterschiedliche "Sippen", die sehr unterschiedlich giftig, manchmal sogar giftfrei sind. Ein Pferd, das aus einer Region mit ungiftigem Nachtschatten kommt, hat keinerlei negative Erfahrungen oder Erberfahrungen mit dem schwarzen Nachtschatten!

© Abbildung Eva Pier, Münster
Text anklicken für Vergrößerung 
Das tückische an den Vergiftungserscheinungen ist, dass man sie meistens zu spät bemerkt. Bis die Hufrehe - als Entgiftungsreaktion - auftritt, sind die Giftpflanzen aufgefressen. Gerade der Nachtschatten kommt so plötzlich, wächst unglaublich schnell - und im Boden sind tausende von Samen, die ihn in jedem Jahr wieder erscheinen lassen. Ausreißen hilft nur für den Moment, es heißt Aufpassen. Immer.

Zudem kommen die Rehefälle zeitgleich mit dem beschleunigten Wachstum des Grases auf den Weiden und mit der Fütterung des ersten Heus. Beide Tatsachen lenken erfolgreich von einjährigen Giftpflanzen ab. Natürlich gibt es noch mehr einjährige Giftpflanzen, es ist sicher gut, zu jeder Jahreszeit genau hinzuschauen, was auf den Wiesen, unter den Paddockzäunen und an den Anbindeplätzen so wächst.

Foto mit freundlicher Genehmigung von www.die-honigmacher.de

Montag, 18. August 2014

Ellbogen-Arthrose bei Pferden - Forschungsergebnisse


Endlich, es ist vollbracht. Die Übersetzung des Originalartikels von Jane Clothier über die Arbeit von Sharon May-Davis, Revealed - The Common Equine Arthritis you won´t read about in Textbooks, ist fertig. Ein wichtiges Thema für alle, die sich mit Biomechanik, Training und Behandlung jeglicher Art befassen.

http://die-pferde-sind-nicht-das-problem.blogspot.de/p/common-equine-arthritis.html

Freitag, 15. August 2014

Fesselringbandsyndrom - endlich Bilder!

Ja, jetzt habe ich es mir endlich gegeben: Hier sind die Grafiken, die erklären, wie das Fesselringbandsyndrom entsteht, wie ein trageerschöpftes Pferd versucht, zu tragen und wie im Gegensatz dazu gesunde und aktive Vordergliedmaße arbeiten. Ich habe mich heute morgen sehr über die beiden jungen Araberstuten gefreut, die mir völlig zwanglos gezeigt haben, dass bei einem jungen, gesunden und fröhlichen Pferd die Biomechanik genau so funktioniert, wie ich mir das vorstelle. Also so ungefähr so wie auf dem rechten Bild. Der Text dazu findet sich in den Posts zur Ellbogen-Arthritis und zur Biomechanik der Piaffe weiter unten auf der Seite. Man beachte die Unterschiede in Buggelenks- und Ellbogenwinkeln und den Fesselgelenken. In der rechten Grafik obliegt die Federung des Körpergewichtes der thorakalen Muskel- und Faszienschlinge.
 
Das zweite Bild zeigt den ungefähren Bewegungsablauf bei untätiger Rumpfaufhängung. Alle Gelenke geben unter der Last nach und schaffen es nicht mehr, sich wieder zu strecken. Gleichzeitig versucht das Pferd, seinen Körper mit den Vorderbeinen zu ziehen, anstatt mit der Hinterhand zu schieben. Häufig ist im Trab der diagonale Hinterfuß bereits in der Luft, während das Vorderbein noch vom Gewicht von Reiter und Pferd in den Boden gedrückt wird. Dieses Bild zeigt sich bei Turnierpferden und Freizeitpferden, bei FN-Pferden, bei akademisch gebildeten Pferden, bei mit natural Horsemenship geschulten Pferden, bei Wanderreitpferden, bei legèren Pferden, bei Zuchtpferden, bei klassisch dressierten und bei gefahrenen Pferden, bei nahezu allen gerittenen und gefahrenen Pferden in unterschiedlicher Ausprägung. Laut Sharon May-Davis nicht nur nahezu bei allen, sondern bei 100%.

Hier finden sich auch die Ursachen für viele weitere entzündliche und degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparates und für Lahmheiten ohne Befund (Zügellahmheit).

(c) Text und Bild Maren Diehl

Mittwoch, 13. August 2014

Email

Liebe Maren,

Gestern habe ich wieder an der Bewegungskompetenz meiner Pferde gearbeitet. Die beiden Trakehner haben bislang beim Longieren immer das Fesselgelenk des äußeren Hinterbeins und damit auch den Huf nach innen gedreht, ist auf einmal weg, habe ich aber erst gestern gemerkt.
Sie fußen jetzt gerade auf!
Äh,was ist da passiert?
Ist das so einfach zu beheben?
Kannst Du mir das biomechanisch erklären?

Bin mal wieder entzückt!!
Liebe Grüße
S.


Der Pferdekörper muss mit der Energie irgendwo hin - und wenn er sie vorne nicht gebrauchen kann, macht er sie hinten "weg". In deinem Fall, indem er sie in den Boden dreht. Wenn das Pferd lernt, seine Schubkraft zu nutzen, stört diese es vorne nicht mehr, im Gegenteil: Jetzt unterstützt diese Kraft die Vorhand. Der Grund, überschüssige Energie irgendwo zu entsorgen, fällt weg, die Bewegung wird effizient und "gerade".

Montag, 4. August 2014

Bewegungsanalyse zur Ellbogenarthrose

... Bezug nehmend auf den Post vom 2.8.2014:

„In truth, we are still in the dark. Seeing it is one thing, analyzing it and providing a preventative program is something totally different.“

"In Wahrheit tappen wir noch im Dunkeln. Etwas zu sehen, ist das Eine, es zu analysieren und ein Präventionsprogramm zu erarbeiten, ist etwas völlig anderes."
Sharon May-Davis, Australien

Am anderen Ende der Welt habe ich mich von einer anderen Seite an das Problem herangearbeitet, indem ich mich praktisch mit "Lebendiger Biomechanik" befasst und erkannt habe, dass kaum ein Pferd physiologisch sinnvoll trägt. Daher war bis Mitte letzten Jahres bei mir noch die Trageerschöpfung das große Thema. Nahezu alle mir bekannten Pferde - darunter auch einige Berühmtheiten - zeigen Symptome der Trageerschöpfung in unterschiedlichster Ausprägung. Eine Bewegungsauffälligkeit, die alle Pferde zeigen, ist für die meisten Menschen leider normal (Millionen Fliegen können sich nicht irren). Daher bin ich zwar nicht froh über die Ergebnisse von Sharon May-Davis´ Forschungsarbeit, die finde ich eher erschreckend. Aber ich bin froh, dass die gefundenen offensichtlichen pathologischen Veränderungen in den Ellbogen gearbeiteter Pferde meine Wahrnehmung bestätigen (... man kommt sich ja schon irgendwann blöd vor, so allein auf weiter Flur ...).

Die meisten Pferde werden nur so lange longiert bis sie gefügig genug sind, einen Reiter auf ihrem Rücken zu dulden (was bis zu der Behauptung führt, man müsse ein Pferd reiten, bevor es zuviel Kraft hat, sich zu wehren). Die Pferde erhalten weder die Zeit noch die Möglichkeit zu lernen, ihr eigenes Gewicht sinnvoll zu tragen, vom zusätzlichen Gewicht eines mehr oder weniger ausbalancierten Hilfengebers ganz zu schweigen. Auch in den verschiedenen Bodenarbeitskonzepten lernen die Pferde meistens nur, eine Form einzunehmen und ihre Schubkraft "wegzumachen" anstatt sie durch ganzheitliches Bewegungstraining nutzen zu lernen. Durch Überlastung von Anfang an können die Pferde einen Reiter nur tragen, indem sie die Brust- und Rumpfmuskulatur anspannen und festhalten. Dadurch verschieben sich die Arbeitsphasen innerhalb der Stützbeinphasen.

Um schnell auf den Punkt zu kommen, sei hier kurz erklärt, wie das Pferd auf das Gewicht reagieren sollte: Die Vorderbeine, inklusive Schulterblatt und Rumpfhebern, federn den Rumpf bereits in der ersten Hälfte der Stützbeinphase wieder vom Boden weg. Die thorakale Muskel- und Faszienschlinge ist ein sehr belastbares Gewebe, das stärker, dicker und dehnbarer wird, wenn es richtig trainiert wird. Und das bedeutet, dass das Gewicht sofort nach dem Auffußen nach rückwärts-oben geschickt wird, noch bevor das Vorderbein in die Senkrechte kommt. In dieser exzentrischen Bewegung arbeiten alle Gelenke der Vorhand in idealen Winkeln, die eine verschleißfreie Bewegung zulassen.
Das optimal arbeitende Vorderbein wartet auf den Schub der Hinterhand, die in der ersten Hälfte der Stützbeinphase durch das Gewicht leicht gebeugt wird - was die faszialen Strukturen auflädt. In der zweiten Hälfte der Stützbeinphase darf sich die Faszie wieder entladen und schiebt dadurch das Gewicht nach vorne. Das tut der Vorhand nichts! Je besser trainiert die Vorhand ist, um so stärker muss die Hinterhand bergauf arbeiten, selbst wenn der Weg bergab führt. Das wiederum trainiert die Hinterhand optimal, die so die Arbeit machen kann, für die sie gebaut ist, anstatt sich unter eine zusammengesackte Vorhand zu schieben, um diese zu entlasten.

Ein sehr interessanter Aspekt ist, dass die traditionellen Hufwinkel - 45-50° für die Vorderhufe und 50-55° für die Hinterhufe - genau so auch Sinn machen, wenn die Arbeitsphasen innerhalb der Stützbeinphasen stattfinden, wie oben beschrieben. Kann das Pferd so nicht arbeiten, versucht die Vorhand das Gewicht in der zweiten Hälfte der Stützbeinphase zu ziehen, während die Hinterhand in der ersten Hälfte der Stützbeinphase bremst. Dadurch werden alle Gelenke ungünstig belastet, sowohl die der Vorhand als auch die der Hinterhand (Buggelenk, Ellbogen, Fessel - auch das Fesselringbandsyndrom entsteht so). Für solche Pferde mag es vorübergehend eine Erleichterung sein, wenn die Vorderhufe steiler gestellt werden, aber diese Art der Hufbearbeitung führt dazu, dass das Problem sich weiter manifestiert. Übrigens gibt es sehr, sehr viele Pferde, bei denen die Hinterhufe flacher sind als die Vorderhufe. Das liegt nicht an den Hufpflegern und Hufschmieden, denn die beschlagen oder bearbeiten so, dass der Huf plan fußt. Wie er fußt, ist eine Folge des Trainings.
 
Um ein Pferd in seine Kraft zu bringen braucht es Zeit, vor allem auch Trainingszeit ohne Reiter, eine gute Kenntnis von Biomechanik in Bewegung und nicht zuletzt gute Nerven, denn wir alle neigen zum bremsen - nennen es allerdings Kontrolle oder Versammlung.
 
Ganz ehrlich: Mir gefällt mein englischer Text besser!
 

Samstag, 2. August 2014

Arthrose im Ellbogen bei allen gerittenen Pferden

Manchmal erkennt eine Person von außerhalb eines Berufsstandes etwas, das bis dahin über einen langen Zeitraum übersehen, nicht zur Kenntnis genommen oder fehlinterpretiert wurde. Aus einer anderen Richtung kommend, sieht sie plötzlich das Offensichtliche, das bis dahin übersehen wurde, einfach, weil niemand danach geschaut hat.“

Jane, thehorsesback.com/equine-arthritis/, Australien

In diesem Fall geht es um Sharon May-Davis, die seit über 20 Jahren eingeschläferte Pferde seziert, ursprünglich aus persönlichem Interesse und seit 14 Jahren professionell, um herauszufinden und zu zeigen, welche gesundheitlichen Schäden durch Zucht, Krankheit, Verletzungen oder Arbeit entstehen können (ca. 300 Pferde). Sie ist Expertin für Biomechanik, hält an Universitäten Lesungen über Pferdeanatomie und Therapien und ist eine praktische Anatomin. Sie ist weder Tierärztin noch hat sie einen Doktortitel, aber sie versorgt die Welt mit einzigartigen Daten.

Mit ihren Ergebnissen zu „Common equine arthrits“ im Ellbogengelenk habe ich überraschend eine Bestätigung bekommen für das, was ich seit einigen Jahren zu sehen glaube, aber nicht beweisen kann: Trageerschöpfung ist ein riesiges, weltweites Problem, und es gibt kaum Pferde, die nicht betroffen sind. Es gibt kaum ein Pferd, das es gelernt hat, seine Vorhand physiologisch sinnvoll einzusetzen.

Ich fasse zusammen, da ich die medizinische Terminologie nicht korrekt übersetzen kann – das, was ich verstehe, ist völlig ausreichend als Anreiz, sich ein paar Gedanken zu machen:

Das Problem der pathologischen Veränderungen im Ellbogen (Verdickung der Gelenkflüssigkeit, Blut im Gelenk, Knorpelabnutzung teilweise bis zu Knochenschäden) tritt bei allen Rassen, Typen, Größen Nutzungsweisen und Altersklassen in unterschiedlicher Ausprägung auf. Bei allen gerittenen und/oder gefahrenen Pferden. Bislang zeigen 100% der gerittenen und gefahrenen Pferde diesen Befund. Ungearbeitete Pferde zeigen diese Veränderungen nicht!

Das ist alles sehr seltsam, denn Arthrose im Ellbogen ist angeblich selten bei Pferden...

Die untersuchten Pferde wurden übrigens nicht in kausalem Zusammenhang mit diesem Befund eingeschläfert. Viele Pferde zeigen Unregelmäßigkeiten im Gangbild, vor allem bergab, eine Art Doppelbewegung im Schulter/Ellbogenbereich, die m. E. durch ungünstige Lastwechselreaktionen in verschobenen Bewegungsabläufen und als Symptom von Trageerschöpfung auftritt. Das Phänomen ist auf der Seite mit dem steileren Huf ausgeprägter.

Jede/r der/die des Englischen mächtig ist, sollte sich den Artikel im Original durchlesen und die Bilder und Videos ansehen: www.thehorsesback.com/equine-arthritis/

In truth, we are still in the dark. Seeing is one thing, analyzing and providing a preventative programm is something totally different.“
Sharon May-Davis

Google-Translator

... is not a very useful tool to translate these posts. I tried it myself - when you are lucky, you´ll get a nice story, but never the original content!
;)))  
Write a comment in which posts you are interested, and I´ll do the job!

Freitag, 1. August 2014

Common Equine Arthritis - Motion Analysis

„In truth, we are still in the dark. Seeing it is one thing, analyzing it and providing a preventative program is something totally different.“
Sharon May-Davis

This is where my job begins, coming from another side of the problem. To my opinion as a horse trainer, nearly every horse I know shows more or less symptoms of the load bearing syndrome (Trageerschöpfung). Unfortunately, people see a symptom, that is shown by every ridden horse, as normal. So I´m very glad about Sharons documented informations concerning common equine arthritis, which show an obvious pathologic change.

My analysis is, that horses change the working phases within the stance phases of fore- and hind leg, caused by work overload from the very beginning. Usually, a horse is longed until it accepts a rider on it´s back. That is not enough time for a horse to learn how to move reasonably under it´s own weight, not to talk about the additional weight of a more or less balanced rider.
To make it short, I´ll explain, how the horse should answer the weight: The foreleg has to act like a coil spring, rebounding the thorax during the first half of the stance phase. It helps to look on the thoracal muscle- and fascia-sling as a very strong, weight-answering structure which gets stronger by work. But only by the work it is made for: to throw back the weight in the very first moment of ground contact, which means backward-upwards, because the leg has not yet reached the vertical position. In this excentric movement, the joints of the forehand do all work in angles that „make them strong“. The forehoof of a horse that acts in this way shows the form, the old books about hoof care demand: it´s angle is narrower (or flatter?) than the one of the hindhoof, because it works in another part of the stance phase. If the horse does not work like this, it tries to pull the weight forward with the foreleg in the second half of the stance phase, in which all the joints are in the most awkward angle, not alone the elbow. To a horse like this, a steeper hoof might be a relief, but this way of hoofcare fixes the problem instead of solving it.

Back to the proper (excentric) working foreleg. It waits for the power of the proper working hindleg, which loads the fascia tissue during the first half of the stance phase ( while the forehand makes the distance to the ground). The fascia is able to store kinetic energy, what it does until it releases the energy in the second half of the stance phase in order to showe the weight forward. This does not harm the forehand! Because a strong forehand is able to make the hind working uphill, even if the way leads downhill. (Youtube, Cavalry 1920, upper video...)

Additionally, this strengthens the hindquarters, letting them do the work they are constructed for, instead of folding themselves beneath a weak forehand in order to relieve it.
There are three things you need to work a horse to it´s strength: Far more time than especially the professionals can afford, knowledge of biomechanics in motion and good nerves, because we all brake - and call it control or collection...