Freitag, 28. März 2014

Seminar Trageerschöpfung

Das nächste Trageerschöpfungsseminar von Mara und mir findet am Karfreitag, 18.04.2014, bei Familie Decker statt, in 76831 Mühlhofen bei Landau, Waldstraße 32. Wir vermitteln mit Hilfe von Pferden (im Bild Tchetan) und Bildmaterial sehr viel wissenswertes zum Thema, und ich betrachte diese Seminare als aktiven Tierschutz, denn mit diesem Wissen kann man vieles, was man bislang getan hat nicht mehr tun. Manch eine/r erfährt hier endlich die Bestätigung, mit dem einen oder anderen seit Jahren gehegten Verdacht bezüglich Sinn und Unsinn von Trainingsmethoden und reiterlichen Glaubenssätzen auf der richtigen Spur gewesen zu sein. Die folgende Liste ist beliebig verlängerbar, wir freuen uns über eure Fragen und betrachten sie als positive Herausforderung.

- Was bedeutet der Begriff "Trageerschöpfung"?
- Biomechanik der Trageerschöpfung
- Wie und woran erkennt man sie?

- Was verursacht sie?
- Welche Folgen hat sie?
- Was kann man für trageerschöpfte Pferde tun?
- ... und was sollte man tunlichst unterlassen?
- Ja, aber...
- ...
Anmeldung per E-mail an marendiehl@aol.com und durch Überweisung von 88€, Kto 1710112523, Spk Süw 54850010. Vor Ort 5€ für Seminarraum und leckeren Flammkuchen (auch vegetarisch). Beginn 10.00, Ende ca.16.00.

Freitag, 7. März 2014

Kompaktseminar in Südfrankreich

Sonja Matthey und Andreas Hölderle haben mich nach Südfrankreich eingeladen, um dort zum einen ein paar Tage Urlaub zu machen und zum anderen am 26.-27.4.2014 ein Wochenendseminar zu geben. Für die Reisefreudigen unter euch sind noch Plätze frei und bei Andreas sind verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten buchbar.

Kompakt-Seminar "Form und Funktion"
Die optimale Form des Pferdes ergibt sich aus der optimalen Erfüllung seiner Aufgabe als Reitpferd im Rahmen seiner physischen und psychischen Möglichkeiten.
Diese Form muss also etwas absolut Individuelles sein - und ein Ergebnis der individuellen Problemlösung des Pferdes. Unsere Aufgabe ist es, dem Pferd behilflich zu sein, die Losgelassenheit, Balance, Geschicklichkeit und Kraft zu entwickeln, die es ihm ermöglichen, uns durch die Aufgaben des Lebens zu tragen. Um unsere Aufgabe zu erfüllen, brauchen wir zum einen Zeit und zum anderen eine möglichst genaue Vorstellung davon, wie ein Pferd biomechanisch und psychisch funktioniert. Desgleichen benötigen wir Zeit, um ein angemessenes Körpergefühl und motorische Kontrolle zu entwickeln, damit wir unserem perfekten Pferd gerecht werden.

Ziel ist sowohl die Ausbildung von Pferden, die ihre Aufgabe kennen und ihr gewachsen sind, die ihre ReiterInnen tragen - und nicht nur ertragen - und den Menschen das Reiten beibringen können als auch die Ausbildung von ReiterInnen, die dem Pferd die Erfüllung seiner Aufgabe so angenehm wie möglich machen. So, wie es eigentlich sein sollte.


Anmeldungen bei mir: marendiehl(at)aol.com, Kosten 160€ Kompakt-Seminar, für die Unterkunft bitte direkt mit Andreas Hölderle verhandeln.

Buch-Vorbestellungen

Ihr Lieben, wer hier im Blog seine Bestellung tätigt, sollte mir entweder die E-mailadresse dazuschreiben oder mir zusätzlich eine Mail schicken, wenn anzunehmen ist, dass ich keine Adresse kenne. Dann kann ich, sobald der Liefertermin steht, Benachrichtigung, Kontoverbindung etc. versenden. Das macht es einfacher.
Ich bin mit den bisherigen Vorbestellungen schon ganz glücklich, werde mir beim Signieren allerdings die Finger wund schreiben.  ;)

Montag, 3. März 2014

Erfahrungsbericht von Kerstin und Dudek

Die Kappzaum-Longe und ihre Erfolge für Pferd und Mensch

Der erste Erfolg (und wahrscheinlich ein sehr wichtiger) war der, dass ich angefangen habe, viel mehr mit meinem Pferd zu üben, da die Handhabung wesentlich zeitsparender ist als mit der Doppellonge. Auch wenn ich mal nur ne halbe Stunde Zeit hatte, konnte ich mal schnell longieren, ohne aufwendiges, zeitraubendes Putzen und „Anziehen“. Einfach nur den Kappzaum drauf, Longe dran und los…
Dann musste ich bei einer Einführung für richtiges Joggen feststellen, dass ich meine Muskeln an der Rückseite der Oberschenkel bisher nie richtig benutzt habe (eindeutiges Zeichen: sehr anstrengend und hinterher tierischen Muskelkater). Wahrscheinlich war auch das der Grund, warum mein Pferd diese Muskeln bei sich auch nicht so richtig benutzen wollte und ihm die Schubkraft von hinten gefehlt hat. Ich übte also beim Longieren an mir selbst, diese Muskeln zu benutzen und plötzlich konnte mein Pferd mit der Hinterhand richtig abdrücken.

Beim Reiten stolperte mein Dicker des Öfteren, was daran lag, dass er mit der Vorhand das Gewicht nicht richtig aufnahm. Das war dann die nächste Übungsreihe. An der Longe und auch beim Reiten, immer die Vorstellung, das Gewicht mit der Vorhand aufzunehmen. Das Stolpern wurde immer weniger bis es ganz weg war.

Dann sollte ich mir beim Longieren vorstellen, wie sich die Winkel der Schulter und Hüfte beim Pferd verändern (bzw. erst mal überhaupt bewegen), damit das Ganze dann leichtfüßiger und federnder wird. Und hier habe ich dann auch die Auswirkung bei mir gemerkt. Meine Stände im Taiji wurden plötzlich viel besser und ich spürte, wie ich durch meine eigenen Hüftgelenke durchkam, ohne dass etwas blockierte. Ich wurde auch öfter von Mitübenden gefragt, was ich denn bei meinem Training verändert hätte…

Leider wurde mein Longierplatz am Anfang des Winters durch den vielen Regen unbenutzbar. Ich bin daher jetzt wieder öfter Ausreiten und habe festgestellt, dass wir (mein Pferd und ich) die lange geübten Sachen verinnerlicht haben. Mein Dicker richtet mein Becken auf (das musste ich vorher immer aktiv selbst machen), er stolpert nicht mehr und drückt mit der Hinterhand so stark ab, dass er momentan bei dem Matsch nach hinten abrutscht. Auch hat er immer seine Aufgabe beim Ausreiten, die klar definiert ist: Trage mich von A nach B. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Darauf brachte mich Maren, als ich ihr erzählt hatte, dass er sich bei den Kids immer brav an die Bank stellt und sie aufsteigen lässt, bei mir dreht er sich im 90°-Winkel zur Bank. Die Kids wollen eben nur, dass er sie von A nach B trägt und das ist eine klare Aufgabe. Und jetzt kann auch ich von der Bank aus aufsteigen ;-)

Hoffentlich wird es jetzt bald mal trocken, damit wir den Platz neu machen können. Ich freue mich auf Marens neue Ideen (sei es die Vorstellung, dass ich mich beim Longieren gedanklich auf mein Pferd setze und mal schaue was passiert, wenn ich z.B. den Außenzügel annehme oder ähnliches )

Danke für den tollen Bericht!